Blecha: 4. Industrielle Revolution verlangt nach Reformen!

Wertschöpfungsabgabe, Ausbildungsverpflichtung, Bonus-Malus-System und Schulungs-Prämie 50+ überlebensnotwendig für Sozialsystem und Wirtschaftsstandort

Wien (OTS) - "Die neue Arbeitswelt, die 4. Industrielle Revolution mit der zunehmenden Digitalisierung der Arbeit verlangt nach Reformen! Arbeitsrecht, Bildungssystem, Arbeitsmarkt und die Finanzierung unserer Sozialsysteme müssen JETZT an die kommenden Herausforderungen angepasst werden!“, betont Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) und des Österreichischen Seniorenrates! „Wir fordern die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe zur Verbreiterung der Finanzierung unserer Sozialsysteme, ein echtes, wirksameres Bonus-Malus-System für die Beschäftigung Älterer, eine Schulungs-Prämie für Betriebe, die MitarbeiterInnen 50+ umschulen bzw. aus- und weiterbilden, sowie die rasche Umsetzung der Ausbildungsverpflichtung bis zum 18. Lebensjahr, damit unsere Kinder und Enkel für die immer höheren Anforderungen der neuen Arbeitswelt gerüstet sind“, so Blecha, der klarstellt: „Wenn die ÖVP diese notwendigen Reformen weiter blockiert, gefährdet sie unsere Sozialsysteme, den Wirtschaftsstandort und damit die soziale Sicherheit in Österreich!“ ****

„Unser Sozialsystem finanziert sich derzeit nur aus lohn- und gehaltsabhängigen Beiträgen. Aber ArbeitnehmerInnen werden zusehends durch Maschinen und Roboter ersetzt. Die Wertschöpfung hochtechnisierter Unternehmen steigt, die Produktionsstätten werden immer menschenleerer. Aber Computer und Roboter zahlen keine Kranken-, Sozial-, Arbeitslosen-, Unfall- oder Pensionsversicherungsbeiträge. Die Verbreiterung der Finanzierung unserer Sozialsysteme durch die Wertschöpfungsabgabe ist daher überlebensnotwendig für unseren Sozialstaat!“, betont Blecha.

Ausbildungsverpflichtung, Schulungs-Bonus-50+ und Beschäftigungsgarantie rasch umsetzen

„Die zunehmende Digitalisierung verändert auch die Anforderungen des Arbeitsmarktes. Prognosen gehen davon aus, dass in den Industrieländern in den nächsten Jahren 5 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Und dies beschränkt sich nicht nur auf den ‚klassischen Fertigungsarbeiter‘, sondern betrifft auch immer stärker den Dienstleistungssektor“, so Blecha, der hier z.B. auf die Umstellung auf Selbstbedienungskassen in den Supermärkten, Tank-Automaten, Post-Paket-Abholstationen, Ticket-Automaten oder die Schließung von Bankfilialen und die Zunahme von E-Banking verweist. „Gleichzeitig entstehen aber völlig neue Berufe, die Wirtschaft sucht nach speziell ausgebildeten und qualifizierten Arbeitskräften“, so Blecha, der daher die rasche und konsequente Umsetzung der Ausbildungsverpflichtung bis 18 Jahre sowie eine Job-Garantie für Jugendliche fordert. „Hier muss auch die Wirtschaft ihrer Pflicht nachkommen!“ Klar ist für Blecha, dass die Generation 50+ von Ausbildung, Umschulung und Weiterbildung für die Erfordernisse der 4. Industriellen Revolution nicht ausgeschlossen werden darf. „Der Pensionistenverband fordert eine ‚Schulungs-Prämie-50+‘, eine finanzielle Unterstützung für Firmen, die Personen über 50 weiterbilden und/oder umschulen! Und wir fordern einen echten, einen schmerzhaften Malus für jene Betriebe, die Ältere MitarbeiterInnen schändlicherweise einfach ‚ausmustern‘, in die Arbeitslosigkeit oder Frühpension drängen! Hier braucht es ein echtes, wirksames Bonus-Malus-System, das jetzige ist zahnlos. Denn die 236 Euro ‚Auflösungsabgabe‘ für die Kündigung eines Mitarbeiters zahlen Betriebe aus der Portokasse“, unterstreicht PVÖ- und Seniorenrats-Präsident Blecha abschließend. (Schluss)

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