FP-Guggenbichler: Zieselaktionsplan gehört schleunigst korrigiert

Ungleichbehandlung verschiedenster Populationen auf Grund politischer Motivation muss abgestellt werden

Wien (OTS) - Der Wiener Zieselaktionsplan unterscheidet auf nicht nachvollziehbare Weise zwischen schützenswerten und nicht schützenswerten Ziesel-Populationen. Aus diesem Grund haben wir schon im Jahr 2015 den von der MA22 veröffentlichten Aktionsplan kritisiert, so der Umweltsprecher der FPÖ-Wien, Gemeinderat Udo Guggenbichler.

Die Schutzwürdigkeit sowie Fördermaßnahmen für einzelne Ziesel-Populationen scheinen mehr nach politischen Kriterien als aufgrund der tatsächlichen Größe und Bedeutung von Vorkommen bestimmt worden zu sein, ärgert sich Guggenbichler und weist darauf hin, dass das mit über 800 Tieren zweitgrößte Wiener Zieselvorkommen beim Stammersdorfer Heeresspital beispielsweise nicht als „Zielgebiet“ geführt und gefördert wird. Somit wird es anstatt mit Fördermaßnahmen lediglich mit „Ausgleichsmaßnahmen im Zuge von Bewilligungsverfahren bei allfälligen Nutzungsänderungen“ bedacht. Das heißt, es ist eine Zersplitterung und Umsiedlung im Zuge neuer Bauprojekte vorgesehen. Seltsam jedoch, dass genau diese Bauprojekte einen direkten SPÖ-Bezug haben, stellt Guggenbichler fest.

SPÖ-Stadträtin Sima konnte auch der Europäischen Kommission, die nach der Beschwerde einer Bürgerinitiative die Wiener Ziesel und ihre Behandlung durch die MA22 unter Beoachtung hat, scheinbar keine nachvollziehbaren Argumente liefern, warum es zu dieser Ungleichbehandlung der Ziesel-Vorkommen kommt. Hier meint die Kommission nämlich in der Antwort auf eine diesbezügliche Anfrage im Europäischen Parlament: "Die Kommission weiß nicht, warum der Wiener Zieselaktionsplan keine Vorschriften für aktive Fördermaßnahmen zum Schutz der Population dieser Art in der Umgebung des Heeresspitals enthält."

Anstatt sich nach den Wünschen der Parteikollegen zu richten, sollte sich Stadträtin Sima lieber um die Umwelt kümmern. Dazu zählt eben auch die Korrektur des Zieselaktionsplans welcher das langfristige Überleben dieser schützenswerten Tiere sichert, meint Guggenbichler abschließend. (Schluss)paw

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