Industriellenvereinigung begrüßt Vorschläge des Wissenschaftsrats

IV-VGS Koren: Profilbildung und Kooperation der Hochschulsektoren verbessern – Bekenntnis zu Studiengebühren und Zugangssteuerung

Wien (OTS) - „Die heute geäußerten Ansätze und Vorschläge des neuen Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Univ.- Prof. Antonio Loprieno, sehen wir sehr positiv“, betonte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter Koren, heute, Mittwoch. „Vor allem was die künftige Ausrichtung und Positionierung der österreichischen Hochschul- und Forschungslandschaft betrifft, findet er die richtigen Worte. Es braucht zukünftig eine stärkere Profilbildung der Universitäten, aber auch ein besseres Zusammenspiel der einzelnen Hochschulsektoren, insbesondere in Hinblick auf Universitäten und Fachhochschulen.“

Mehr Profilbildung und Zusammenarbeit, wie etwa durch die technischen Universitäten und ihren Verbund TU-Austria beispielhaft gelebt, seien künftig unerlässlich für einen starken Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich, so Koren: „Wir meinen, dass eine stärkere Zusammenarbeit der Universitäten, z.B. durch Universitätsverbünde, forciert werden muss. Dies ermöglicht nicht nur Synergieeffekte und eine damit verbundene Konsolidierung der Ressourcen, sondern insbesondere auch eine verbesserte internationale Sichtbarkeit der Universitäten in Lehre und Forschung. Wenn es sachlich gerechtfertigt ist, kann am Ende eines solchen Kooperationsprozesses auch eine Fusionierung von Universitäten, wie etwa in Dänemark, stehen.“

Mehr Kooperation betreffe allerdings nicht nur die Universitäten, sondern auch Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen. „Es gibt in Österreich 17 Pädagogische Hochschulen, ich bin mir nicht sicher, ob es sie alle braucht“, so Koren. Im Sinne einer mittel- bis langfristigen Entwicklungsperspektive hat die IV in ihrem Positionspapier „Beste Bildung für Österreichs Zukunft – Hochschulen zukunftsorientiert weiterentwickeln“ vorgeschlagen, mittel- und langfristig die Pädagogischen Hochschulen in öffentliche Universitäten zu integrieren.

Auch beim Thema Studiengebühren sieht Koren die IV-Position durch die Ansätze des Wissenschaftsrats-Vorsitzenden bestätigt. „Studiengebühren sind aus Sicht der IV wiedereinzuführen, unter dem begleitenden Ausbau des Stipendiensystems. Darüber hinaus müsse man aber auch die Regeln für den Hochschulzugang immer wieder anpassen, um eine notwendige und vor allem für die Hochschulen selbst sinnvolle Steuerung zu erreichen“, so der Vize-Generalsekretär abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
+43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0003