Jugendrotkreuz fordert Ausbildungsgarantie für minderjährige Flüchtlinge

IFES-Studie: Erstmals kommen junge Flüchtlinge selbst zu Wort

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Das ÖJRK hat als Mitglied der Österreichischen Bundesjugendvertretung die explorative IFES-Studie „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich“ unterstützt und fordert eine Ausbildungsgarantie für minderjährige Flüchtlinge bereits in der Grundversorgung.

Die Studie macht deutlich, dass alle Jugendlichen – ob mit oder ohne Fluchterfahrung – ähnliche Bedürfnisse haben. Zwei grundsätzliche Wünsche sind das Recht auf Bildung und die Teilhabe an der Gesellschaft. Der Besuch einer Schule oder ein regelmäßiger Deutschkurs bringen Struktur und Ordnung in den Alltag und ermöglichen den Austausch mit österreichischen Jugendlichen, was sich die befragten Flüchtlinge ganz klar wünschen.

„Die jungen Flüchtlinge haben konkrete Berufsvorstellungen und wissen, dass sie dafür Bildung brauchen. Mich beeindruckt, mit welch großem Optimismus die befragten Jugendlichen ihre Ziele verfolgen“, sagt Renate Hauser, Generalsekretärin des Österreichischen Jugendrotkreuzes.

Das Jugendrotkreuz unterstützt die Forderung der Bundesjugendvertretung, dass minderjährige Flüchtlinge in die Ausbildungspflicht eingebunden werden sollen. Für junge Flüchtlinge soll bereits in der Grundversorgung eine Ausbildungsgarantie gelten.

Die Ausbildungspflicht, die ab 1. Juli 2016 in Österreich gilt, betrifft Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren, die die Schulpflicht erfüllt haben, aber anschließend weder eine Schule besuchen noch sich in einer beruflichen Ausbildung befinden.

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