Auszeichnung "Goldener Erdapfel" zum zweiten Mal verliehen

Alle Preisträger kommen heuer aus Niederösterreich

St. Pölten (OTS) - Mit der Verleihung des "Goldenen Erdapfels" werden jene heimischen Kartoffelbauern vor den Vorhang geholt, welche die schmackhaftesten Exemplare geerntet haben. Die Auswahl wird von einer Expertenjury getroffen. Veranstaltet wird dieser Wettbewerb in Kooperation von Interessensgemeinschaft Erdäpfel und Landwirtschaftskammer Niederösterreich. LK-Präsident Hermann Schultes hat auch heuer wieder die Siegertrophäen an die Gewinner überreicht.

"Die sorgsame Arbeit unserer Erdäpfelbauern im Sinne höchster Qualität kann man schmecken. Trotz der extremen Sommertrockenheit schmecken die Siegererdäpfel ausgezeichnet", stellte Schultes fest. Auch Niederösterreichs Agrarlandesrat Stephan Pernkopf ist ein Erdäpfelfan, er freut sich, dass heuer alle Sieger aus Niederösterreich kommen: "80% der österreichischen Erdäpfel wachsen in unserem Bundesland. Der Anbau dieser wichtigen Kultur findet bei uns gute Bedingungen vor. Dass die besten Knollen von unseren Produzenten kommen, zeugt besonders vom großen Know-how der heimischen Bauern", so Pernkopf.

Sieger in zwei Kategorien ermittelt

Insgesamt wurden 89 Proben der Ernte 2015 eingesandt, aus denen eine Expertenjury die besten Erdäpfel in den Kategorien "Festkochende Sorten" sowie "Vorwiegend festkochend und mehlig kochende Sorten" kürte. Festkochende Kartoffeln sind am besten für den Erdäpfelsalat geeignet, die vorwiegend fest- und mehlig kochenden sind die ideale Beilagensorte. Entscheidendes Kriterium war in beiden Kategorien der Geschmack, der anonymisiert ermittelt wurde.

Den ersten Platz und damit den "Goldenen Erdapfel" in der Kategorie "Festkochend" sicherte sich Landwirt Thomas Staribacher aus dem Bezirk Mistelbach mit der Sorte Erika. Neben der Produktion von Speiseerdäpfeln ist der Betrieb auch auf die Erzeugung von Pflanzgut spezialisiert.

In der Kategorie "Vorwiegend festkochend und mehlig kochend" überzeugte Franz Bachl aus dem Bezirk Hollabrunn mit der Sorte Tosca. Sein Betrieb produziert Erdäpfel aller Art. Neben Speiseerdäpfeln baut Bachl auch Speiseindustrieerdäpfel für die Chipsproduktion und als besonderes Schmankerl auch die schon recht selten gewordenen Naglerner Kipfler an.

Sortentrend: Valdivia überzeugte erneut bei Verkostung

Besonders die festkochende Erdapfelsorte Valdivia konnte die Expertenjury im Rahmen der Verkostung überzeugen. Hierbei handelt es sich um eine neue Sorte der NÖ Saatbaugenossenschaft (NÖS), sie ist Österreichs einzige Erdäpfelzuchtstation. Alle eingereichten Proben dieser Sorte schafften es unter die besten zehn. Es handelt sich um einen geschmackreichen Speiseerdapfel, der sich vor allem für Salate bestens eignet. Unter den ausgezeichneten Produkten sind fünf von sechs Sorten neuere Züchtungen der NÖS. Das unterstreicht wiederum, dass heimische Neuzüchtungen mit ihrem guten Geschmack viel Potenzial für die Zukunft haben.

Erdäpfel gibt es bekanntlich in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Mit rund 5.000 Sorten weltweit und einigen hundert in Österreich sorgen sie für einen bunten und vor allem gesunden Beilagen-Mix auf unseren Tellern. Ursprünglich stammt die "tolle Knolle" aus den südamerikanischen Anden. Mit zirka 56 kg Verbrauch pro Jahr ist sie bei den heimischen Konsumenten besonders beliebt und ist vom Speiseplan nicht mehr wegzudenken.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt Pressestelle:
DI Bernadette Laister, Tel.-Nr. 050259-29307, Mobil: 0664/6025929307,
E-Mail: bernadette.laister@lk-noe.at

Kontakt bei Rückfragen zum Thema:
DI Anita Kamptner, Tel.-Nr. 050259-22141,
E-Mail: anita.kamptner@lk-noe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001