IVNÖ-Präsident Thomas Salzer: „Flüchtlinge so schnell wie möglich auf dem Arbeitsmarkt integrieren“

"Es braucht einen leichteren Zugang zum Jobmarkt für Flüchtlinge, damit Beschäftigung geschaffen und Integration stattfinden kann.“

Wien (OTS) - Für Thomas Salzer, seit Ende November Präsident der Industriellenvereinigung (IV) NÖ, steht außer Frage, dass Menschen, die aus politischen Gründen verfolgt werden und in Österreich um Asyl ansuchen, nicht abgewiesen werden dürfen.

„Umso wichtiger ist daher, dass wir diese Menschen integrieren und nicht – wie es derzeit viel zu lange passiert – zur Untätigkeit zwingen. Tatsache ist auch, dass nachhaltige Integration in einer Gesellschaft vorwiegend in der Arbeit stattfindet“, so Salzer. Daher muss überlegt werden, in welcher Form ein rascher Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden kann, vor allem wenn sprachliche Barrieren oder unzureichende Qualifikation den Zugang erschweren. Zumindest in einer derartigen Übergangsphase müssen auch Barrieren aus der Kollektivvertrags-Situation überdacht werden, was jedoch nicht zu einer Dauerlösung verkommen soll.

Ein anderer Zugang wäre, über Eingliederungsbeihilfen den Zugang zu erleichtern. „Ziel muss es auf jeden Fall sein, diese Menschen aus der Mindestsicherung zu holen, um damit auch die Staatskasse weniger zu belasten“, so Salzer. Zudem regt der IVNÖ-Präsident staatlich geförderte Kurzausbildungen für Flüchtlinge an, wo diese Sprachausbildungen erhalten und so leichter Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten sollen.

„Uns allen muss klar sein, dass es auf Dauer nicht gehen kann, dass hunderttausende Arbeitslose und Flüchtlinge auf Staatskosten leben“, reagiert Salzer zudem auf die Vorwürfe von Arbeiterkammer NÖ-Präsident Markus Wieser, die IV würde nur dem Wunsch nach billigen Arbeitskräften nachgehen. „Der soziale Friede hat für die Industrie, die in Niederösterreich rund 158.000 Menschen beschäftigt, oberste Priorität. Und auch das konstruktive Gesprächsklima mit der Arbeiterkammer ist uns ein wichtiges Anliegen – um Beschäftigung in Niederösterreich zu schaffen, müssen wir schließlich an einem Strang ziehen“, sagt Salzer.

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