Kadenbach: „Nein zu neuen Schlupflöchern bei Abgastests“

SPÖ-EU-Abgeordnete gegen höhere Grenzwerte bei Auto-Abgastests

Wien (OTS/SK) - Das Europäische Parlament stimmt heute über den Vorschlag der EU-Kommission für neue Regeln für Abgastests bei Neuwagen unter realen Fahrbedingungen (Real Driving Emissions RDE) ab. „Der Vorschlag steht für eine enorme Aufweichung beim Emissionsausstoß. Demnach können die Abgas-Grenzwerte in der mehrjährigen Übergangsfrist um mehr als das Doppelte überschritten werden. Damit werden ganz bewusst Schlupflöcher geschaffen – dieser Vorschlag steht im krassen Gegensatz zu allen Gesundheits- und Klimazielen der EU“, kritisiert SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach den Vorschlag. ****

Der Umweltausschuss im EU-Parlament lehnte den Kommissionsvorschlag bereits ab: „Wir brauchen dringend Abgastests unter realen Fahr- und Straßenbedingungen, doch dieser Verwässerung bei den Grenzwerten können wir nicht zustimmen“, erklärt die Umweltpolitikerin Kadenbach. „Luft- und Umweltverschmutzung stellen ein großes Gesundheitsrisiko dar. Jedes Jahr sterben in der EU zirka 400.000 Menschen an den Folgen von Luftschadstoffen“, mahnt die Abgeordnete.

Wirtschaftliche Argumente vonseiten der Konservativen seien nur sehr eingeschränkt zulässig, so die Abgeordnete. „Als Gesetzgeber müssen wir sicherstellen, dass neue Dieselfahrzeuge in der EU endlich die beschlossenen Euro-6-Grenzwerte erfüllen. Das ist ja nichts Neues. Seit fast zehn Jahren weiß die Automobilindustrie davon“, sagt Kadenbach.

Sollte sich heute im EU-Parlament eine Mehrheit gegen die Vorlage finden, ist die EU-Kommission erneut am Zug, einen Vorschlag auszuarbeiten. (Schluss) bj

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