Walser verlangt Aufklärung rund um die Benotung der Zentralmatura

Grüne für ein Ende der leistungsfeindlichen Trennung der 10- bis 14-Jährigen

Wien (OTS) - „Im Zweifelsfall bin ich immer für schülerfreundliche Lösungen, wenn es jedoch stimmt, dass es Manipulationen bei den Benotungen in der Zentralmatura gegeben hat, um die Endergebnisse zu schönen, dann ist das völlig inakzeptabel“, reagiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, auf die in der Tageszeitung „Der Standard“ geäußerten harten Vorwürfe des Klagenfurter Mathematikers Werner Peschek, wonach es „ein hohes Maß an Manipulation“ bei der Benotung der Zentralmatura gegeben hätte.

Die Zentralmatura bringe nun einiges zu Tage, was vorher stillschweigend unter den Teppich gekehrt wurde: „Wir haben ein Problem mit großen Qualitäts- und Leistungsunterschieden in den Schulen. Das wegzumanipulieren, indem Noten hinunterkorrigiert werden, widerspricht nicht nur dem Sinn und Zweck einer standardisierten Prüfung, sondern prolongiert das offensichtliche Problem. Die Bildungsministerin muss nun die Frage beantworten, ob es hierbei sogar Weisungen seitens des Ministeriums gegeben hat“, sagt Walser.

Walser fordert nun das Ministerium und die Bildungspolitik insgesamt dazu auf, sich endlich der Realität zu stellen und die Leistungsunterschiede vor allem in den Oberstufenrealgymnasien genauer anzusehen und Gegenmaßnahmen ergreifen: „Wir müssen den Schulen jetzt Zeit geben, den Unterricht an die neuen Anforderungen der Zentralmatura anzupassen“, verlangt Walser.

Wirkliche Lösungen seien allerdings nur langfristig und mit einschneidenden Maßnahmen zu erzielen: „Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen, letztlich sind die zu frühe Trennung der 10-bis 14-Jährigen und unser mehrgliedriges Schulwesen anachronistisch und leistungsfeindlich. Das Resultat sehen wir nicht zuletzt bei den Ergebnissen der Zentralmatura“, sagt Walser.

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