Blecha: 29. Februar muss Wirtschafts-, Konjunktur- und Arbeitsmarktgipfel werden!

Pensionistenverband fordert nachhaltige Reformen – Problem heißt Wirtschaft, nicht Pensionen!

Wien (OTS) - „Mehr Jobs für Ältere, gesündere Arbeitsplätze, ein wirksameres Bonus-Malus-System, die Wertschöpfungsabgabe zur Verbreiterung der Finanzierung unserer Sozialsysteme und Investitionen zur Ankurbelung der Wirtschaft! Am 29. Februar müssen nachhaltige Reformen auf der Agenda stehen!“, fordert Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs und des Österreichischen Seniorenrates. ****

„Im Pensionssystem wurden nachhaltige Reformen umgesetzt! Und sie wirken! Das Pensionsalter steigt – und das sogar schneller als erwartet. Der für 2018 angestrebte Zielwert von 60,1 Jahren wurde bereits Ende 2015 erreicht. Die Pensionskosten bleiben stabil bzw. sind laut den aktuellen Budgetzahlen des Finanzministeriums im Vergleich zum Jahr 2014 sogar um 228,8 Millionen gesunken. Dagegen lagen die Kosten für Arbeitslosigkeit 2015 um 758 Millionen über dem Budget! Und auch bei der Beschäftigungsquote Älterer hinken wir hinterher“, so Blecha, der die Forderungen des Pensionistenverbandes Österreichs für den 29. Februar untermauert:

+ Wertschöpfungsabgabe: Sie entlastet personalintensive Unternehmen und verbreitert und sichert die Finanzierung unserer Sozialsysteme.

+ Wirksameres Bonus-Malus-System gegen die absurde „zu alt, zu teuer“-Mentalität in den Personalbüros: Das bisherige „Bonus-Malus-Systemchen light“ ist zahnlos. Wir brauchen echte Anreize für Firmen, die Ältere aus der Arbeitslosigkeit holen und einen schmerzhaften Malus für jene, die Ältere in die Frühpension oder Arbeitslosigkeit mobben oder drängen.

+ Pensions- und Beschäftigungsmonitoring 50+: Dieses muss den öffentlichen Dienst einbeziehen und nach Branchen, Regionen und Betriebsgröße aufgeschlüsselt sein.

+ Gesund-Länger-Arbeiten-Paket: Es braucht gesunde Arbeitsplätze und -bedingungen, eine verpflichtende betriebliche
Gesundheitsvorsorge und ein Schwerpunktprogramm „Burn-Out-Vorsorge“ durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen.

+ Spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote für ArbeitnehmerInnen 50+: Der Pensionistenverband fordert finanzielle Förderungen für Firmen, die ältere MitarbeiterInnen aus- oder weiterbilden.

+ Gesetzlich verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip für ALLE öffentlichen Aufträge: Derzeit gilt dieses nur für die Baubranche! Regionale Unternehmen und Firmen, die Ältere beschäftigen und Lehrlinge ausbilden, müssen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bevorzugt werden!

+ Nationale und europäische Investitionen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstum: Her mit dem vollmundig angekündigten 315-Milliarden-Paket der EU zur Wirtschaftsbelebung! (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
Tel.: 01/313 72 31
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

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