Kein Kollektivvertrag für Flüchtlinge

Chef der NÖ-Industriellenvereinigung Thomas Salzer fordert Öffnung des Arbeitsmarktes.

St. Pölten (OTS) - Niederösterreichs Industrie sieht die Lage am Arbeitsmarkt weiter skeptisch. Von 43 befragten Großunternehmern geben in einer IV-Studie 36 Prozent an, dass sie mit weniger Beschäftigung bis März rechnen. 64 Prozent sehen das neutral. Kein einziger Firmenchef rechnet mit mehr Jobangeboten in seinem Betrieb. IVNÖ-Chef Thomas Salzer im Interview mit den Bezirksblättern: „Das letzte Mal war die Stimmung im September 2013 ähnlich schlecht. Österreich ist eines der wenigen Länder in Europa, in denen die Bevölkerung wächst, die Beschäftigungsquoten aber zurückgehen. Das hat einerseits externe Gründe, wie etwa hohe Rohstoffpreise. Andererseits haben die Unternehmer auch das Gefühl, dass sich an den politischen Rahmenbedingungen nichts verbessert.“

Im Bezirksblätter-Interview sprach sich Salzer gleichzeitig dafür aus, den Arbeitsmarkt für Flüchtlinge vorerst zu öffnen und auch Löhne unter Kollektivvertrag möglich zu machen: „Wir können Verfolgte nicht einfach abweisen. Wir können sie aber auch nicht zur Untätigkeit zwingen. Es gibt da zwei Ideen. Einerseits könnte man in einer derartigen Übergangssituation die Kollektivverträge für Flüchtlinge öffnen und weniger bezahlen. Da wäre allen geholfen. Denn es ist gefährlicher, diese Leute nicht zu beschäftigen. Oder der Staat zahlt einen Zuschuss zum Lohn der Flüchtlinge.“

Dass Salzer mit diesem Vorschlag Kritik der Arbeitnehmervertreter auslösen könnte, glaubt der Präsident der IVNÖ nicht: „Auch den Gewerkschaften muss klar sein, dass es auf Dauer nicht gehen wird, dass hunderttausende Arbeitslose und Flüchtlinge auf Staatskosten leben.“

Das gesamte Interview finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Bezirksblätter Niederösterreich und im Internet unter:
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