Laki warnt: Risiko dunkelrot bei der Veranlagung des NÖ Generationenfonds

Scharfe Korrektur der Rentenblase steht bevor

St. Pölten (OTS) - „Der Niederösterreichische Generationenfonds ist weitgehend in Rentenpapieren veranlagt. Derzeit haben wir am Rentenmarkt eine Situation, so etwas hat es in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte noch nie gegeben. Rund 5,5 Trillionen (10 hoch 12) Rentenpapiere werden mit negativen Zinsen gehandelt. Dies trieb die Kurse in ungeahnte Höhen, in die Übertreibung von der Übertreibung. Der eruptive Absturz ist nur eine Frage der Zeit“, warnt heute der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki.

Neben dem zu erwartenden Absturz der Kurse haben wir, so Laki weiter, ein doppelt hohes Risiko. Laki verweist darauf, dass die meisten Staaten eine Staatsverschuldung wie in einer Kriegswirtschaft haben, trotzdem müssen für Neukredite weniger zurück bezahlt werden, als aufgenommen wurde. Laki: „Das lässt die Staatsschulden weiter massiv steigen. Die Ernüchterung wird für die betroffene Bevölkerung dramatisch sein – siehe Griechenland.“

Laki nennt auszugsweise aus der aktuellen Marktsituation bezogen auf Verschuldung und Kosten für 2jährige Staatsanleihen:
Belgien – 106% BIP – minus 0,39%
Irland – 110% BIP – minus 0,26%
Frankreich – 95% BIP – minus 0,38%
Österreich – 85 % BIP – minus 0,41%
Deutschland – 75 % BIP – minus 0,48%
Holland – 69 % BIP – minus 0,44%
Finnland – 59% BIP – minus 0,41%
Tschechien – 41 % BIP – minus 0,09%
Schweiz – 34 % BIP – minus 0,94%

„Diese Situation bedroht nicht nur den Generationenfonds Niederösterreichs, sondern es wird ein falsches Gefühl von geordneten Staatsfinanzen vorgetäuscht. Beim Platzen der Blase schnellen die Renditen und damit die Zinsen in die Höhe. Die Sanierung der Staatsfinanzen im Wege der Bürger wird unumgänglich“, erklärt Laki.

Der Landtagsabgeordnete fordert daher zum wiederholten Male ein Schuldenlimit nach Schweizer Muster. Laki: „Die Schweiz hat nämlich vor rund 10 Jahren den Politikern ein Schuldenlimit gesetzt. Seither wurde die Staatsschuld von 50 % des BIP auf 34% des BIP reduziert. Trotzdem sind das Wirtschaftswachstum und die Arbeitslosigkeit weit günstiger als in Österreich. An den Schulden erkennt man die Misswirtschaft der Politik. Österreich hatte im Jahr 2000 rund 150 Milliarden Euro und im Jahr 2015 rund 300 Milliarden Euro Staatsschulden.“

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