KO Hirz: Zurückrudern bei Deutschpflicht an Schulen zeigt: Verbot der Muttersprache ist verfassungswidrig und pädagogisch unsinnig

Grüne sehen ihre Kritik bestätigt und fordern Rückkehr zu pädagogischer Vernunft - Schule darf von Politik nicht missbraucht werden!

Linz (OTS) - „Das war´s dann wohl mit der vollmundig angekündigten Deutschpflicht an den Schulen. Es zeigt sich immer deutlicher, dass dieses Verbot der Muttersprache verfassungswidrig ist und auch pädagogisch keinen Sinn macht. Das ganze Vorhaben war nicht mehr als ein medial hochgezogener rechtspopulistischer Testballon und politisches Muskelspiel“. Klar bestätigt sieht sich der Klubobmann und Bildungssprecher der Grünen OÖ LAbg. Gottfried Hirz in seiner Kritik an den schwarz-blauen Plänen für eine Deutschpflicht auch in den Schulpausen und am gesamten Schulgelände.

Der vorliegende Textentwurf von OÖ.Landesschulratspräsident Enzenhofer für die Hausordnungen ist ein Zurückrudern par excellence und zeigt die pädagogische Unsinnigkeit der Maßnahme: Schon jetzt wird natürlich wird von den PädagogInnen das Ziel verfolgt, dass Deutsch auch außerhalb des Unterrichts gesprochen wird. „Das ist selbstverständlich. Der jetzige Entwurf der Hausordnung ist längst gut gelebte Praxis an unseren Schulen, dafür hätten wir die ganze Aufregung nicht gebraucht“, betont Hirz.

Frappant ist auch, dass plötzlich von „Bemühen“ gesprochen wird und angeblich niemals von einer „Deutschpflicht“ die Rede war. „Ich bin höchst verwundert über diese begriffliche Wendung. Denn natürlich ist die „Deutschpflicht gefordert und wortreich begründet worden, so auch von LH-Stv. Stelzer in seiner Rede im OÖ.Landtag“.

Hirz abschließend: „Partei-ideologische Auseinandersetzungen in Schul-Hausordnungen sind ebenso inakzeptabel wie parteipolitisch motivierter Populismus ausgetragen am Rücken der Kinder und PädagogInnen. Kehren wir zurück zu pädagogischer Vernunft und Hausverstand“.

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