Krassnitzer und Neuhauser starten in die neue Austro-„Tatort“-Saison

ORF-Premiere für „Sternschnuppe“ am 7. Februar in ORF 2 mit u. a. Stipsits, Friesz, Haider und Szyszkowitz in weiteren Rollen

Wien (OTS) - Stars und solche, die es gerne werden möchten, inmitten einer vermeintlich schillernden Traumwelt, in der alle Türen offen zu stehen scheinen. Die dunkle Seite des Showbiz nehmen Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser ins Visier und läuten mit dem ersten von zwei neuen Krimis am Sonntag, dem 7. Februar, um 20.15 Uhr in ORF 2 (auch als Hörfilm) die Saison der Austro-„Tatort“-Premieren ein. In ihrem 13. gemeinsamen Fall „Sternschnuppe“ gilt es für das Erfolgsduo, den Mord an einem Musikmanager und Jurymitglied einer Castingshow aufzuklären. Allein ein Liedtext soll den beiden bei der Spurensuche helfen.

Hinter die Fassaden von Castingshows blickten bei der Präsentation im ORF-Zentrum am Donnerstag, dem 28. Jänner, u. a. ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis, ORF-Chefdramaturg Alexander Vedernjak, die Hauptdarstellerinnen und -darsteller Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser, Thomas Stipsits, Michou Friesz, Rafael Haider, Aglaia Szyszkowitz, Ruth Brauer-Kvam, Michael Steinocher, Susi Stach und Rainer Wöss sowie Regisseur Michi Riebl, Drehbuchautor Uli Brée, Komponist Siggi Haider und Produzent Erich Schindlecker. Die Dreharbeiten zum Krimi „Sternschnuppe“ gingen übrigens vergangenes Jahr zwischen April und Mai in Wien über die Bühne, als die Bundeshauptstadt gerade mitten im Song-Contest-Fieber war. „Tatort – Sternschnuppe“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von e&a film. In weiteren Rollen spielen u. a. Sabrina Rupp und Claudia Kottal.

ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis: „Dieser ,Tatort‘ hat durchaus auch eine – auf das Geschäft des Fernsehens bezogene – selbstkritische Note: Was macht die oberflächliche Spaßkultur mancher Castingshows mit den Menschen, die es dafür braucht, gebraucht und verbraucht?“

Harald Krassnitzer: „Flüchtigkeit als großes Phänomen unserer Zeit“

Harald Krassnitzer findet sich im Fall „Sternschnuppe“ zum nunmehr 37. Mal am „Tatort“ wieder. Über das Thema des aktuellen Krimis:
„Flüchtigkeit scheint ein großes Phänomen unserer Zeit zu sein. Nichts hat mehr Beständigkeit, alles geht sehr schnell, egal, ob das Informationen, Meinungen oder wie in unserem Fall junge Menschen sind, die kurz auftauchen und dann wieder in Vergessenheit geraten. Es ist eine große Zeit der Austauschbarkeit, Veränderung und Auflösung. Insofern haben wir mit ,Tatort – Sternschnuppe‘ eine schöne Geschichte erzählt. Wenn ich das Drehbuch zum ersten Mal aufschlage, merke ich bei den ersten zehn Seiten, ob es mich fesselt und berührt, ob mich die große Neugierde packt. Und wenn Bücher von Uli Brée kommen, weiß man von Vornherein, dass man sie bis zum Ende mit großer Freude lesen und mit den unglaublichsten überraschenden Momenten konfrontiert wird.“ Krassnitzer weiter über die Beziehung zwischen Moritz Eisner und Bibi Fellner: „Mir gefällt, dass die beiden hier eine zarte Gratwanderung gehen zwischen den Gefühlen, die sie bewegen, die sie aber trotzdem nicht einlösen, und dass spürbar ist, dass sie als Freunde angekommen sind. Das finde ich eine schöne Entwicklung.“

Adele Neuhauser: „Eine schöne Freundschaft und gute Kollegialität“

Adele Neuhauser, zum 13. Mal als Major Bibi Fellner im „Tatort“-Krimi on air, über den neuen Film: „Der Einstieg ist ein gefährlicher, auch weil diese – titelgebende – ,Sternschnuppe‘ etwas so Verführerisches ist. Viele denken gar nicht darüber nach, was es bedeutet, ein Star zu sein und sich selbst und dem Publikum gegenüber diese Verantwortung zu haben. Es ist wichtig, in sich stark und gefestigt zu wachsen, was aber über Castingshows meiner Meinung nach kaum möglich ist. Insofern erzählen wir diesmal auch eine sehr tragische Geschichte mit vielen tiefen Momenten.“ Neuhauser über die Beziehung zwischen Moritz Eisner und Bibi Fellner: „Es ist ein freundschaftliches Rumgeplänkel, wobei Bibi vergessen zu haben scheint, welche Möglichkeiten sich doch für die beiden ergeben könnten – aber die beiden haben Angst davor. Und es ist auch gut so, wenn es bei einer schönen Freundschaft und guten Kollegialität bleibt. Nur so bleiben genügend Stoff und Raum für viele Fälle, damit wir auch noch lange miteinander ermitteln können.“

Thomas Stipsits ermittelt zum vierten Mal

Thomas Stipsits geht mit dem Ermittlerduo bereits zum vierten Mal in den heimischen Wohnzimmern auf Spurensuche. Stipsits über seine Rolle als Kriminalassistent Manfred Schimpf: „Man kennt doch diese überambitionierten Kollegen, die alles richtig machen wollen und dann genau in dem Moment das Falsche machen. Schimpf ist so einer. Aber er will etwas lernen, und Moritz Eisner ist sein großes Vorbild. Ich hoffe, dass er seinen Humor behält, es ihm aber gelingt, sich im Team zu festigen.“ Stipsits weiter über Castingshows: „Viele wissen am Anfang nicht, worauf sie sich mit der Teilnahme an einer Castingshow einlassen. Aber in gewisser Weise ist es doch eine Art modernes Gladiatorenspiel, bei dem jede Woche ein Teilnehmer gehen muss – und von dem man dann auch nie wieder etwas hört. Da merkt man schon, wie schnelllebig das Musikgeschäft geworden ist. Gesucht werden gewisse Typen, die in diese Zeit passen und danach wieder in Vergessenheit geraten. Aber natürlich gibt es da auch Ausnahmen.“

Rafael Haider: „Eine Gratwanderung“

Der 24-jährige Tiroler Sänger und Schauspieler Rafael Haider stand für „Tatort – Sternschnuppe“ nicht nur vor der Kamera, sondern singt darin auch den Hauptsong „Gone“ – den er übrigens auch selbst komponiert und gemeinsam mit seinem Vater im Rahmen der Präsentation zum Besten gegeben hat: „Das Lied habe ich mit meinem Vater geschrieben. Wir haben zwar schon öfter miteinander musiziert, aber das war das erste Mal, dass wir gemeinsam an einem Song gearbeitet haben – das war schon eine sehr spannende Zeit.“ Singen oder doch schauspielern? „Beides ist meine Leidenschaft, und am liebsten will ich auch beides machen.“ Haider weiter über Castingshows: „Ich würde niemals nie sagen, und es kommt natürlich auf das Format an. Aber die Teilnahme an Castingshows ist eine Gratwanderung mit der Gefahr, eine Marionette zu werden und Dinge zu machen, die man gar nicht machen will. Mir geht es darum, etwas machen zu können, hinter dem ich auch wirklich stehe. Aber es kann natürlich auch sein, dass ein Song auf den Sieger einer Castingshow perfekt zugeschnitten wird.“

Regisseur Michi Riebl: „Gelungene Mischung und viele Gegensätze“

Für Michi Riebl ist es nach „Glaube, Liebe, Tod“ (ORF-Premiere am 29. August 2010) die zweite „Tatort“-Regiearbeit. „Ich bin sehr glücklich über diese gelungene Mischung und die vielen Gegensätze, die Moritz Eisner und Bibi Fellner mit sich bringen. Das macht das Paar auch so spannend.“ Riebl über das Phänomen Castingshows: „Bei so mancher Castingshow finde es ich es bedenklich, wie mit jungen Menschen umgegangen wird, welche Erwartungen und Träume da geweckt werden, wie wenige es aber wirklich schaffen oder dann vielleicht sogar daran zerbrechen.“

Drehbuchautor Uli Brée: „Wenn ich einen tollen Dialog geschrieben habe, macht mich das glücklich“

„Ich liebe Schreiben, bin mein größter Kritiker und sehr diszipliniert“, so Uli Brée. „Und ich glaube, man ist dann ein guter Drehbuchautor, wenn man das Handwerk total begriffen hat, es aber nicht anwendet. Dann ist es Abenteuer, Leidenschaft, eine Expedition. Und wenn ich einen tollen Dialog geschrieben habe, macht mich das glücklich.“ Über den aktuellen Krimi: „Mir war es ein Anliegen zu erzählen, wie schwer es Musiker haben, wie hart es ist, in diesem Geschäft Fuß zu fassen.“

Mehr zum Inhalt

Vor der Finalrunde der Castingshow eines Privatsenders wird Musikmanager und Jurymitglied Udo Hausberger stranguliert in seiner Villa aufgefunden. Es sieht nach Unfall bei einem extremen Sexspiel aus. Doch dann wird bei der Obduktion in der Kehle des Opfers ein zerknülltes Stück Papier gefunden. Eindeutig ist der Musikmanager daran erstickt. Auf diesem Papier entdecken die Ermittler einen Liedtext, den der Favorit in der Finalrunde, ein junger Mann mit grandioser Stimme, singen soll.

Krassnitzer und Neuhauser auf den Spitzenplätzen im „Tatort“-Ranking

Mit den drei Austrokrimis, die 2015 als ORF-Premieren zu sehen waren, belegten die mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichneten Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser erneut die Spitzenplätze im „Tatort“-Ranking: Auf Platz eins liegt Rupert Hennings „Grenzfall“ mit 1.037.000 Seherinnern und Sehern und einem Marktanteil von 32 Prozent (ORF-Premiere am 8. März 2015). Es folgen Thomas Roths „Deckname Kidon“ (949.000, 30 Prozent; ORF-Premiere am 4. Jänner 2015) sowie Robert Dornhelms „Gier“ (863.000, 31 Prozent; ORF-Premiere am 7. Juni 2015).

Das große „Tatort“-Jubiläumsjahr

Ein großes Jubiläumsjahr erwartet alle Krimifans, wenn im Herbst der 1.000. „Tatort“ auf dem Programm steht. Doch auch beim Austro-Ermittlerduo kommt 2016 Feierlaune auf: Denn da stehen nicht nur zwei ORF-Premieren auf dem Dienstplan von Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser. Schließlich werden auch wieder drei neue Krimis gedreht: Und da gilt es für Harald Krassnitzer nicht nur, seinen nunmehr 40. Fall zu lösen. Er ermittelt dann außerdem zum bereits 15. Mal gemeinsam mit Partnerin Adele Neuhauser.

„Tatort – Sternschnuppe“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.

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