Rothschild-Preis für Wirtschaftspublizistik – Schieder: „Neue Antworten auf die Fragen der Zeit“

SPÖ-Parlamentsklub und Renner-Institut vergeben neuen Publizistikpreis – Einreichungen bis 29. April – Dotierung insgesamt 10.000 Euro

Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-Parlamentsklub und das Karl-Renner-Institut haben einen neuen Preis ins Leben gerufen, mit dem publizistische Beiträge mit wirtschaftspolitischer Ausrichtung prämiert werden. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, Barbara Rosenberg, die stv. Direktorin des Renner-Instituts, und OeNB Direkter Peter Mooslechner als Vorsitzender der wissenschaftlichen Jury präsentierten heute in einem Pressegespräch die Zielsetzungen und Einreichmodalitäten des Preises. „Wir wollen mit diesem Preis Beiträge von Wirtschafts- und SozialwissenschafterInnen prämieren, die in exemplarischer Weise versuchen, neue Antworten auf die großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu geben – und zwar jenseits der volkswirtschaftlichen Standardtheorie und des makroökonomischen Mainstreams“, so der SPÖ-Klubobmann. ****

Zielsetzung sei, die wissenschaftlich fundierte, wirtschaftspolitische Diskussion auch außerhalb des Fachpublikums in einer breiteren Öffentlichkeit zu fördern „und diese Expertise in die Arbeit des Parlamentsklubs einfließen zu lassen“, wie Schieder betonte. „Es gilt, neue Wege zu beschreiten und über den Tellerrand zu blicken, um sich volkswirtschaftlichen Herausforderungen wie etwa der Arbeitslosigkeit zu stellen.“

Zur Einreichung sind Beiträge der Wirtschaftspublizistik eingeladen, „für die Pluralismus in Methode und Theorie prägend sind“, wie Barbara Rosenberg vom Renner-Institut erläuterte. Die Arbeiten müssen explizit auf eigenen wissenschaftlichen Arbeiten beruhen und bereits in Print oder online publiziert worden sein. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro, wobei die Aufteilung von einer wissenschaftlichen Jury unter Leitung von OeNB-Direktor Peter Mooslechner beschlossen wird. Ende der Einreichfrist ist der 29. April 2016, die Juryentscheidung erfolgt im Sommer, die Preisvergabe im September 2016.

Namensgeber des Preises ist der im November 2010 verstorbene österreichische Wirtschaftsprofessor Kurt Wilhelm Rothschild, der als „Doyen“ der Nationalökonomie und Vertreter einer „pluralen Ökonomie“ gilt, die sich als Bewegung von WirtschaftswissenschafterInnen gegen die theoretische Monokultur der neoklassischen Theorie versteht. „Der Name Kurt Rothschild steht paradigmatisch für die Verbindung von Wissenschaft und Politik und für das Ziel, Forschung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, betonte Barbara Rosenberg. Im Frühjahr 2010 wurde dem damals 96-jährigen Rothschild auch der Bruno Kreisky Preis für sein publizistisches Gesamtwerk verliehen.

Persönliche Erfahrungen mit Kurt Rothschild hat auch OeNB-Direktor Mooslechner, dessen akademischer Lehrer Rothschild war. Mooslechner ist Vorsitzender der hochkarätig besetzten Jury. „Rothschild hätte sich über die Einrichtung des Preises sehr gefreut, da dieser Anliegen adressiert, die auch ihm wichtig waren – nämlich bessere ökonomische Modelle, ein breiteres ökonomisches Verständnis und eine bessere Diskussionskultur“, so Mooslechner. Gerade die Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 habe gezeigt, wie notwendig die Forderung nach „relevanterer“ ökonomischer Theorie und Analyse sei, so der Direktor der OeNB. (Schluss) up/ah/mp

Service: Alle Informationen zum Preis sowie Einreichformulare unter www.kurt-rothschild-preis.at

Fotos von der Präsentation unter http://tinyurl.com/hr5l726

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