Grüne Wien/Huemer: Rekordarbeitslosigkeit - brauchen sozialen und inklusiven Arbeitsmarkt

67,5 Mio Euro für Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds - 45.000 WienerInnen profitieren

Wien (OTS) - „Die zentrale Herausforderung heute und für die nächsten Jahre ist der Kampf gegen die steigende Arbeitslosigkeit“, zeigt sich Barbara Huemer, Arbeitsmarktsprecherin der Grüne Wien besorgt. Alle Prognosen für Wien gehen von einer weiteren Zunahme des Arbeitskräftepotentials aus. Das Beschäftigungswachstum in Wien hinkt dem Anstieg des Arbeitskräftepotentials hinterher. „Wir brauchen einen sozialen und inklusiven Arbeitsmarkt und mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik“, so Huemer.

Das rot-grüne Wien leistet im Rahmen des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) einen wichtigen arbeitsmarktpolitischen Beitrag. 2016 stehen zur Förderung der Aus – und Weiterbildung der WienerInnen durch den waff insgesamt 67,5 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich werden Gelder für Wiener Ausbildungsgarantie für die überbetriebliche Lehrausbildung bereitgestellt. Über 45.000 Menschen sollen heuer von den Stadt Wien finanzierten Maßnahmen des waff profitieren. Huemer: „Wien bietet mit dem Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds eine wichtige Unterstützung für Menschen in einer Zeit, in der Bildung und das Erreichen bestimmter Qualifikationsniveaus immer wichtiger werden.“

Besonders für Frauen stellt der waff eine hilfreiche Ressource für das berufliche Weiterkommen dar. Durch gezielte Beratung, Weiterbildungsförderung und Karenz- und Wiedereinstiegsprogramme hilft der waff Frauen bei ihrer beruflichen Entwicklung. Auch Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung für Frauenförderung und Diversität bewusst sind, können sich Gelder beim waff für soziale Innovationen im Betrieb abholen.

Ein Hauptschwerpunkt des waff liegt allerdings im Bereich Höherqualifizierung von Menschen mit fehlenden formalen Berufsbildungen. Huemer: „In Folge von Digitalisierung steigen die Qualifikationsanforderungen und Erwerbsformen werden zunehmend instabiler. Es ist sinnvoll, wenn Menschen in ihren Aus- und Weiterbildungsanstrengungen finanziell unterstützt werden und das Weiterbildungshindernis „fehlendes Geld und geringes Einkommen“ durch waff-Leistungen zumindest teilweise kompensiert wird.“ Wie im rot-grünen Regierungsübereinkommen festgelegt, sollen dafür zukünftig finanzielle Voraussetzungen im waff für neue experimentelle und innovative Projekte geschaffen werden.

„Wir wollen die Existenzängste der Menschen abbauen und für mehr Verteilungsgerechtigkeit sorgen. Beschäftigungswirksame Investitionen, wie sie Wien bereits im Bereich Bildung, Infrastruktur und Wohnen tätigt, müssen auch im Bereich Soziales und Gesundheit und Ökologie durch Green Jobs verstärkt werden. Die verordnete EU-Sparpolitik ist erweist sich bewiesener Maßen als kontraproduktiv.“

Den größten Brocken der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stemmt das Wiener AMS. Huemer: „Angesichts dieser Faktenlage wäre es sinnvoll, dass die Mittel für Wien seitens der Bundesregierung aufgestockt werden. Dem rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit müssen deutlich mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik folgen und die Zahl der AMS-BetreuerInnen aufgestockt werden. Derzeit lässt der Bund Arbeitsuchende in Wien im Regen stehen.“

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