Design-Möbel für alle – attraktiv und barrierefrei

Kreativer Wettbewerb von Schülern für Innenarchitektur

Wien (OTS) - Der Verein design for all präsentiert auf der Bauen & Energie 2016 innovative Möbelkonzepte für ein barrierefreies Leben. Die Projekte wurden von Kunst & Design-Schülern_innen aus Graz im Rahmen eines kreativen Designwettbewerbs entworfen.

Attraktiv und barrierefrei muss kein Widerspruch sein: Unter dem Motto „Design-Möbel für alle“ lobte der Verein design for all einen Kreativwettbewerb für innovative und attraktive Möbelideen aus. Acht Schülerteams der Grazer Ortweinschule, Fachrichtung Innenarchitektur, entwarfen die kreativen Design-Möbel. Die Projekte sind vom 28. bis 31. Jänner 2016 auf der Bauen & Energie 2016 am Messe-Stand von design for all zu sehen.

Der Verein design for all setzt sich seit 2006 für ein unbeschwertes und selbstständiges Leben ohne Stolpersteine und Hindernisse ein. „Jeder von uns kann unvermittelt in eine Situation kommen, die unsere Bewegungsfreiheit einschränkt – etwa durch eine Sportverletzung. Oder denken Sie an kleine Kinder und wie sie ein Badezimmer erleben“, erklärt Veronika Egger, Vorsitzende des Vereins design for all. „Deshalb bringt gutes Design mehr Sicherheit und Komfort für alle, und wir empfehlen, grundsätzlich auf Barrierefreiheit zu achten.“

Barrierefreiheit mit allen Sinnen erleben

Barrierefreiheit beginnt beim Zugang zum Gebäude und reicht bis zum Kleiderkasten im Kinderzimmer. Veronika Egger weiter:
„Barrierefreiheit und ein attraktives und gleichberechtigtes Design im Alltag sind vereinbar. Alle Schülerteams haben bei ihren Möbelentwürfen das „Design for All“-Konzept vorbildlich aufgenommen und großartige Ergebnisse erzielt.“
Der Anspruch an die Designmöbel war, dass möglichst viele Menschen diese Möbel nützen können – unabhängig davon, ob sie eine Beeinträchtigung haben oder nicht. Zudem sollen die Einrichtungsgegenstände hohe ästhetische Ansprüche erfüllen. Dass Barrierefreiheit und Design vereinbar sind, beweisen die Arbeiten der Schülerteams vorbildlich.

Schüler erfinden Möbel neu

Bewertet wurden die Möbelkonzepte der Nachwuchsdesigner nach den Kriterien des „Universal Design / Design for All“ und mussten daher die Anforderung erfüllen, komfortabel für alle Benutzer unabhängig von körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen zu sein.

Den 1. Platz belegte das Team Christian Fladenhofer und Maximilian Freisinger mit ihrem Entwurf „Passar“, einem Tischplattenmodulsystem mit sensorischen und funktionalen Elementen. Zielgruppe waren Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und Menschen mit Rollstuhl. Der Tisch besteht aus drei Modulen aus Materialien, die pflegeleicht und zugleich robust sind.
Auf Platz 2 landeten Vanessa Jaritz und Christine Zeiler mit ihrer „Garderobe für alle“. Das Konzept beruht auf den speziellen Nutzungsanforderungen von Personen mit Down-Syndrom oder Demenz, ist aber universell einsetzbar, vor allem für Familien mit Kindern. Das Möbel bietet besondere Flexibilität durch ein Modulsystem.

Über Platz 3 freuten sich Hannah Spitzer und Lukas Gross, die in ihrem Projekt „Place for All“ die fixe Kombination von Sitzbänken und Tisch im Außenbereich barrierefrei interpretiert haben. Mit diesem Konzept werden Rollstuhlfahrer_innen bei Tisch nicht mehr an den Rand der Gruppe gedrängt, sondern können ihren Platz wie alle anderen frei wählen.

Hinweis:
design for all auf der Bauen & Energie Wien 28.–31. Jänner 2016 Halle B, Stand Nr. B0730

Weitere Informationen: www.designforall.at

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/7456

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design for all, Veronika Egger MSc
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