Wimmer zu Pensionen: Verunsicherungsstrategie endlich beenden

Maßnahmen der letzten Jahre zeigen bereits Wirkung – faktisches Pensionsantrittsalter steigt

Wien (OTS) - "Jeden Tag wird von Seiten der ÖVP aufs Neue das österreichische Pensionssystem schlechtgeredet. Dabei entbehrt diese Verunsicherungsstrategie jeglicher Grundlage", betont PRO-GE-Vorsitzender Rainer Wimmer am Donnerstag. In den vergangenen Jahren habe man bereits zahlreiche Maßnahmen im Pensionsbereich gesetzt, die nun auch ihre Wirkung zeigen. Immerhin, so Wimmer, konnte bereits im Jahr 2015 das im Regierungsprogramm für 2018 vorgenommene Ziel, das faktische Pensionsantrittsalter auf 60,1 Jahre zu erhöhen, erreicht werden.++++

"Für uns als Gewerkschaft steht fest: Wir werden einer Erhöhung des Pensionsantrittsalters und etwaigen Pensionskürzungen keinesfalls zustimmen", unterstreicht Wimmer. Derzeit sei die Lage am Arbeitsmarkt insbesondere für ältere Personen prekär, ein Anheben des Pensionsantrittsalters würde die Situation noch weiter verschärfen. "Hier wäre die ÖVP gefordert, auf die Unternehmer einzuwirken. Wir Gewerkschafter hätten uns beim Bonus-Malus-System mehr gewünscht, scheiterten allerdings an der Blockadehaltung der Arbeitgeberseite", bemerkt der PRO-GE-Vorsitzende.

"Nur von den Versicherten zu verlangen, Einschnitte hinzunehmen und selbst keinerlei Bereitschaft zu zeigen, an der Lösung des Problems mitzuwirken, ist zu wenig", so Wimmer in Richtung Arbeitgeberseite. Ebenso wenig beweglich zeige sich die Wirtschaft in der Frage der Wertschöpfungsbeiträge. "Um nachhaltig das Sozialsystem abzusichern, muss endlich diese Diskussion geführt werden", ist der Gewerkschafter überzeugt.

Abschließend weist Wimmer darauf hin, dass die Eigendeckung bei ASVG-Pensionen bei über 80 Prozent liegt, bei den GSVG-Pensionen (Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz) nur etwas über 50 Prozent und bei den Bauern bei lediglich 20 Prozent. "Diese Zahlen zeigen, dass das ASVG-System funktioniert und die Versicherten entsprechende Beiträge leisten. Wir lassen uns daher unser Pensionssystem nicht länger krank jammern", so der PRO-GE-Vorsitzende. (Schluss)

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