Königsberger-Ludwig: Team Stronach soll sich von veralteten Bildern lösen

Alle Kinder profitieren von inklusiven Schulen

Wien (OTS/SK) - Kritik übt die SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung an einem Antrag des Team Stronach zum Thema Sonderschulen: „Das Team Stronach verbreitet in diesem Antrag veraltete Bilder und negiert alle aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Bildung. Zu unterstellen, dass der Förderbedarf für Kinder mit Behinderung in einer inklusiven Schule nur unzureichend festgestellt wird, ist absurd. Selbstverständlich wird der sonderpädagogische Förderbedarf auch in einer inklusiven Schule festgestellt und darauf in der Beschulung Rücksicht genommen. Die Ressourcen, die derzeit in Sonderschulen eingesetzt werden, müssen in Zukunft verstärkt in den inklusiven Klassen eingesetzt werden. Dadurch wird die erforderliche Förderung sichergestellt“, so Königsberger-Ludwig. ****

„Es ist erwiesen, dass Kinder gut voneinander lernen und auch das soziale Miteinander in gemeinsamen Klassen gestärkt wird. Auch basale Kinder lernen von der Teilhabe in inklusiven Schulen. Selbstverständlich müssen die Betreuungssituation und die baulichen Gegebenheiten in den Schulen an die Erfordernisse angepasst werden. Sicher ist auch, dass Parallelstrukturen immer teurer sind“, so Königsberger-Ludwig.

Die nun angedachten Modellregionen seien ein wichtiger Schritt für eine inklusive Schule. „Bildung ist für alle Kinder der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben. Gleichzeitig können inklusive Schulen sicher auch mehr zum Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderung beitragen. Ich lade die KollegInnen vom Team Stronach gerne ein, sich von den alten Bildern zu lösen und der Chancengleichheit von Kindern mit Behinderung nicht im Weg zu stehen“, betont Königsberger-Ludwig.

„Die PädagogInnenausbildung NEU wird ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Sonderpädagogik leisten, da es für alle Studierenden eine Grundausbildung in Sonderpädagogik geben wird und danach eine vertiefende Ausbildung angestrebt werden kann. Sicher wird auch dadurch das Verständnis für Sonderpädagogik und den Bedarf für Kinder mit Sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) und Behinderungen steigen was sehr hilfreich auf dem Weg zu einer inklusiven Schule ist“, so Königsberger-Ludwig.

Wichtig sei es auch, den Eltern die „Angst“ davor zu nehmen, ihre Kinder würden durch inklusive Schulen weniger Förderung erhalten. Vielmehr müsse der Fokus auf die Chancen der Kinder gelegt werden. „Aus Gesprächen mit vielen Eltern kenne ich beide Seiten – die Ängste der geringeren Förderung aber auch das große Anliegen, dass Kinder nicht mit sechs Jahren „separiert“ werden. Aufklärung und positive Beispiele sind daher ganz wichtig“, stellt Königsberger-Ludwig klar. (Schluss) up/ms/mp

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