Für die Wahrheit am Pranger: „dok.film“-Premiere „Schweig, Verräter! Whistleblower im Visier“

Am Sonntag, 31. Jänner, 23.05 Uhr, ORF 2

Wien (OTS) - Das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ trifft auf sie nicht zu, die sogenannten „Whistleblower“ – Hinweisgeber, die mit ihrem Insiderwissen Aufdecker von (oft politischen) Skandalen werden. Für die Enthüllung der Wahrheit stehen sie am Pranger, werden selbst rechtlich verfolgt, sozial geächtet und gehasst. In ihrer Geschichte spiegelt sich das Bild der Politpraxis der USA im Kampf gegen den internationalen Terror.
Edward Snowden, prominenter amerikanischer „Whistleblower“ der jüngeren Vergangenheit, ist bei Weitem kein Einzelfall. Er ist in Gesellschaft einer Vielzahl von ehemaligen Geheimdienstfunktionären, die „Top Secret“-Informationen öffentlich machten. US-Filmemacher James Spione schildert in seinem Dokumentarfilm „Schweig, Verräter! Whistleblower im Visier“, der erstmals im ORF im Rahmen des „dok.film“ am Sonntag, dem 31. Jänner 2016, um 23.05 Uhr in ORF 2 zu sehen ist, die Lebens- und Leidenswege von hierzulande kaum bekannten, in den USA dafür umso mehr verabscheuten Menschen.

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Zu den bekanntesten US-Whistleblowern zählen u. a. der Ex-CIA-Beamte John Kiriakou, Anwältin Jesselyn Radack, NSA-Experte Thomas Drake und Daniel Ellsberg, der einst Präsident Richard Nixon zu Fall brachte und seitdem als „Ahnvater“ aller Whistleblower gilt. Regisseur James Spione begleitet in seinem Film einige von ihnen. Ihre Überzeugung und ihr Mut haben sie zu Helden der Menschlichkeit gemacht – und zugleich ins soziale Abseits gestellt. Im Alltag Morddrohungen, Hetze und Schikanen ausgesetzt, wird Whistleblowern vor Gericht der Prozess gemacht. Weil sie ihrem Gewissen folgten und nicht wegsehen konnten, als Folter salonfähig wurde, weil sie glauben „America is better than that“, gelten sie heute als Straftäter. Seit dem Trauma von 9/11 hat sich die Angst vor Terrorismus derart tief in das kollektive Bewusstsein der USA eingeschrieben, dass nationale Sicherheitsbehörden wie NSA oder CIA seitdem mit umfassendsten Bevollmächtigungen ausgestattet wurden, die oft im Gegensatz zu moralischen, ethischen und demokratischen Grundwerten der USA stehen.

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