APG begrüßt heutigen Beschluss des Energieinfrastrukturpakets

Keine Energiewende ohne Netzausbau

Wien (OTS) - Das Plenum des Nationalrates wird heute, Mittwoch ein neues Energieinfrastrukturgesetz verabschieden. Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Vorstandsvorsitzende des österreichischen Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG), begrüßt diesen Schritt: „Der für heute erwartete Beschluss des Energieinfrastrukturpakets ist ein wichtiger Schritt in Richtung Planungs- und Rechtssicherheit von Infrastrukturprojekten. Und es schafft den notwendigen Rechtsrahmen für eine raschere Durchführung dieser Vorhaben – das gilt vor allem für den dringend benötigten Ausbau der österreichischen Strominfrastruktur.“

Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs zum österreichischen UVP-Gesetz gab es in letzter Zeit bei einigen Infrastrukturprojekten erhebliche Rechtsunsicherheiten. Diese führten unter anderem dazu, dass die zügige Realisierung wichtiger Projekte gefährdet war. Durch die bevorstehende Reparatur im UVP-Teil des Infrastrukturpakets wird die Rechtssicherheit für künftige Vorhaben deutlich verbessert. Dies ist auch beim dringend notwendigen Ausbau der österreichischen Übertragungsnetzinfrastruktur von enormer Bedeutung.

Netzausbau ist Schlüsselfaktor der Energiewende

Baumgartner-Gabitzer: „Der Ausbau und die Optimierung des Übertragungsnetzes der APG sind absolute Schlüsselfaktoren der Energiewende. Denn nur ein leistungsstarkes Netz macht eine Energiezukunft auf Basis Erneuerbarer möglich.“ Kernstück des APG-Netzkonzepts und damit eine wesentliche Grundlage zur Integration erneuerbarer Energie in Österreich ist der 380-kV-Sicherheitsring, der mit dem Bau der Salzburgleitung im Westen demnächst geschlossen werden soll.

Dieser Sicherheitsring wird es ermöglichen, die erneuerbare Energie, die in windstarken Phasen im Osten Österreichs produziert, aber in der Region nicht zur Gänze verbraucht wird, zu den Pumpspeicherkraftwerken in den Alpen zu transportieren. Diese „grünen Batterien“ sind ideal, um die stark schwankende und schwer prognostizierbare erneuerbare Stromerzeugung auszugleichen. Denn die volatile Erzeugung – vor allem aus Windenergie – ist nicht immer deckungsgleich mit dem Verbrauch. Von der Realisierung des APG-Sicherheitsrings hängt es ab, ob Österreich in der Lage sein wird, sein Potenzial an Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auch wirklich ans Netz zu bringen. „Das geplante Energieinfrastrukturpaket wird einen wichtigen Beitrag zur rascheren Umsetzung von Genehmigungsverfahren leisten und dazu beitragen, das hohe Niveau der Versorgungssicherheit in Österreich nachhaltig abzusichern,“ unterstreicht Baumgartner-Gabitzer die Vorteile des für heute erwarteten Beschlusses.

Über APG:

Die Austrian Power Grid AG ist der unabhängige Übertragungsnetzbetreiber Österreichs und für das heimische Übertragungsnetz auf der Hochspannungsebene verantwortlich. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von 450 Spezialistinnen und Spezialisten betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen seitens Wirtschaft und Gesellschaft anpasst. Nur ein leistungsfähiges Übertragungsnetz macht es möglich, Strom aus erneuerbaren Energien in die europäische und die heimische Stromversorgung einzubinden und so die Energiewende zu verwirklichen.

In enger Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern der europäischen Nachbarländer schafft APG mit einem leistungsfähigen Übertragungsnetz die Grundlage für die Entwicklung eines EU-weit liberalisierten Strommarkts und ist mit dafür verantwortlich, der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft Strom zu marktgerechten Preisen zu sichern.

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Austrian Power Grid AG, Fritz Wöber, Leiter APG-Kommunikation
Tel.: +43 (0) 664 828 66 56, Fritz.Woeber@apg.at
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