WTV-Präsidentin Petrovic: „Gatterjagd ist keineswegs eine private Angelegenheit“

Petrovic kontert Vorwürfe gegen Tierrechtsaktivisten in Salzburg und fordert Landesräte auf, endlich aktiv gegen Gatterjagen vorzugehen.

Vösendorf (OTS) - Der Wiener Tierschutzverein (WTV) kämpft wie viele andere heimische Tierschutzorganisationen seit Jahren darum, dass die besonders grausamen Auswüchse der Jagd (Gatterjagden, Lebendköder, Hetz- und Treibjagden, usw.) verboten und geächtet sowie für alle Wildtiere Schonzeiten eingeführt werden. Vor kurzem konnte diesbezüglich zusammen mit Tierrechtsaktivisten des VGT (Verein gegen Tierfabriken) ein kleiner Teilerfolg erzielt und eine geplante Gatterjagd in Niederösterreich verhindert werden. Dieses Beispiel zeigt, dass Solidarität gerade im Tierschutz zu Erfolgen führen kann.

Nach Gatterjagd- und Treibjagd-Skandalen in Niederösterreich und im Burgenland (rund um Alfons Mensdorff-Pouilly) steht nun auch Salzburg im Fokus der Tierschutz-Bewegung. Dort sorgt aktuell das Jagdgatter in Anthering im Besitz von Max Mayr-Melnhof für Aufregung. VGT-Aktivisten hatten im Dezember gegen eine Treibjagd auf Schwarzwild protestiert und werden nun seitens der Familie Mayr-Melnhof auf Rufschädigung, Geschäftsschädigung und Besitzstörung geklagt. Ebenso ortet man einen Eingriff in die Privatsphäre. WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic: „Eine Gatterjagd ist nichts Privates, sondern ein moralisch verwerfliches Unrecht und ein sinnloses und grausames Massaker an wehrlosen Geschöpfen. Dass sich ehemalige adelige Großgrundbesitzer und der Geldadel Wochenendgesellschaften zum Töten im Blutrausch laden, ist nicht länger zu dulden. Die Gesetzgebungen, die dieses verfassungswidrige Treiben tolerieren, wenden sich wohl gegen den überwiegenden Teil ihrer Bevölkerung, welcher derartige Jagdpraktiken keineswegs als rechtmäßig und korrekt erachtet. Auch der Großteil der redlichen Jägerschaft prangert diese Methoden mittlerweile heftig an“.

Schluss mit Bevorzugung von „Promijägern“

Daher fordert die WTV-Präsidentin die zuständigen Landesräte Stefan Pernkopf (Niederösterreich), Josef Schwaiger (Salzburg) und Verena Dunst (Burgenland) dazu auf, endlich entsprechende Gesetzesänderungen vorzunehmen und die Großgrundbesitzer nicht länger zu hofieren. „Derartige Vorfälle wie jener in Salzburg erinnern an überwundene Zeiten des Feudalismus, in denen Leibeigene und Schollengebundene zu dulden hatten, was dem Grundherrn richtig und genehm schien.

Werter Herr Mayr-Melnhof: Diese Zeiten sind vorbei. In einer demokratischen Gesellschaft ist das Demonstrationsrecht ein Grundrecht, Massaker an wehrlosen Tieren im Blutrausch hingegen nicht“, so Petrovic.

Solidarisch gegen die Gatterjagd

Und die WTV-Präsidentin legt nach: „Der WTV als größter und ältester Tierschutzverein ist voll solidarisch gegen die Gatterjagd und wird seines Zeichens die Möchtegern-Feudalherren vor den Kadi bringen -wenn die Gesetzgebung weiterhin taub ist oder vielleicht sogar Teil des tödlichen Treibens“.

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