Holocaust-Gedenktag – Bundeskanzler Faymann: Wachsam gegenüber autoritären und antidemokratischen Tendenzen bleiben

Kein Platz für Hetze und Rassismus in Europa

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des heutigen Internationalen Holocaust-Gedenktags mahnt Bundeskanzler Werner Faymann, die Erinnerung an die Gräuel des Nationalsozialismus und die Verfolgung und Ermordung von 80 Millionen Menschen im NS-Terrorregime wachzuhalten und niemals zu vergessen. „Heute vor 71 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Dieser besondere Jahrestag muss Anlass sein, insbesondere der sechs Millionen jüdischen Opfer, darunter auch 1,5 Millionen Kinder, und aller Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft zu gedenken“, betont Faymann. „Wir haben heute die Verpflichtung, autoritären Tendenzen in unseren Gesellschaften - in Österreich wie in Europa - mit Entschlossenheit entgegenzuwirken und dort öffentlich auftreten, wo die Menschenrechte verletzt und die Rechtsstaatlichkeit gering geschätzt werden. Diese Aufmerksamkeit und Wachsamkeit muss für uns eine Selbstverständlichkeit sein. Das sind wir auch den Opfern und ihren Angehörigen schuldig“, so der Bundeskanzler. ****

„Die Schrecken des Zweiten Weltkrieges und des Holocausts hatten ihre Vorläufer schon in der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre und der aus ihr resultierenden sozialen Not: Die Menschen hatten ihre Lebenschancen und Hoffnungen verloren. Und ihre Angst wurde vom Nationalsozialismus missbraucht - mit Politik auf dem Rücken der Schwächsten, mit Hetze gegen andere, mit Antisemitismus, mit Krieg“, sagt Bundeskanzler Werner Faymann.

Es sei wichtig, die richtigen Schlüsse aus der Geschichte zu ziehen und für ein Europa einzutreten, das für soziale Sicherheit steht, für Chancen und für Arbeit. „Denn die Angst ist stets ein gefährlicher Nährboden“, so Faymann. Gerade heute seien Gemeinsamkeit, Solidarität und Zusammenhalt in Europa Schlagworte, „die wieder mit Leben erfüllt werden müssen“, wies Faymann auf die aktuelle Flüchtlingssituation hin. „Denn in Europa darf kein Platz für Hetze, Rassismus und Ressentiments gegen Minderheiten sein.“

Es bleibe auch heute noch von größter Bedeutung, die Erinnerungsarbeit zu forcieren. „Das ist eine bedeutende Aufgabe für uns, wenn wir Konsequenzen aus dem Holocaust und dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte ziehen wollen“, so der Bundeskanzler. Die KZ-Überlebenden, die ZeitzeugInnen, jene, die mutig Widerstand geleistet und dafür ihr Leben riskiert haben, sei hier besonderer Dank auszusprechen. (Schluss) bj/sc

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