Q-Check 23.0: Experten sehen nach China-Beben erste Einstiegschancen

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert. Neufassung in Meldung OTS0202 vom 27.01.2016

Bei der „Q-Check“-Roadshow im Wiener Hotel Imperial, veranstaltet von DerBörsianer und Metrum Communications, waren am Dienstagabend die Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte sowie aktuelle Anlagechancen Gesprächsthema Nummer eins. Drei renommierte Anlageexperten gaben ihre Einschätzungen dazu ab. Überraschend: Mit den in Aussicht gestellten Leitzinsanhebungen der Fed wird mehrheitlich nicht gerechnet. Mit besonderer Spannung wurden die Statements der Vorstandsvorsitzenden der Immofinanz AG sowie der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG erwartet, sind doch beide Unternehmen von den aktuellen Entwicklungen in Russland beziehungsweise des Ölpreises besonders betroffen.

Laut Gerhard Winzer, Chefvolkswirt bei Erste Asset Management, wird das Marktwachstum künftig niedriger als in den vergangenen 30 Jahren sein. „Wir befinden uns in einer Zeit weltweit fallender Gewinne. Während wir nicht davon ausgehen, dass die Fed die Zinsen viermal anheben wird, werden wir in China wohl Leitzinssenkungen und Währungsabschwächungen sehen, und zwar nicht nur gegenüber dem US-Dollar. Wenn die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt Probleme hat, dann hat das natürlich globale Auswirkungen.“ Wo der Investment-Experte derzeit Anlagechancen sieht? „In der Eurozone ist das Potenzial für eine Gewinnverdopplung da, vorausgesetzt, dass die Struktur-Reformen vorangetrieben werden.“ Generell würde der Experte aber raten, das Pulver derzeit noch trocken zu halten.

Zuversichtlicher zeigte sich Wolfgang Matejka, Geschäftsführender Gesellschafter bei Matejka & Partner Asset Management: „Was die Märkte derzeit antizipieren, ist eine Übertreibung.“ Auf die Wachstumsschätzungen für China wolle er sich nicht verlassen, aber „China entwickelt sich von einer produzierenden zu einer konsumierenden Wirtschaft“. Auch er glaubt nicht an vier Zinsanhebungen durch die Fed. Wo er Wachstum und Anlagechancen sieht? „Hinsichtlich der Asset-Klassen haben wir eine klare Aktienpräferenz. Für die Wiener Börse kann Osteuropa wieder Wachstumsjoker sein. Wir sehen insbesondere bei defensiven Immobilientiteln Investmentchancen. In den Emerging Markets sollte man bereits investiert sein, im Energiesektor und in China hingegen nicht.“

Chancen im hohen Norden macht Johannes Rogy, Head of Fund Distribution bei Nordea Investment Funds, aus: „Die skandinavischen Länder sind sehr gut aufgestellt und performen ausgezeichnet. Grund dafür sind vor allem starke Industriebetriebe. Über entsprechende Fonds kann man von dieser Entwicklung am besten profitieren.“ Hinsichtlich des Marktumfelds geht der Experte von 3-4 Leitzinsanhebungen durch die Fed aus und sieht für China Öffnung und demokratische Weiterentwicklung als wesentliche Herausforderungen, um Vertrauen zu schaffen.

Für Oliver Schumy, Vorstandsvorsitzender der Immofinanz AG, wird das Jahr 2016 von Russland geprägt sein, wo die Immofinanz mehr als 5 Prozent ihrer Retailflächen betreibt: Trotz der aktuellen wirtschafltichen Lage, seien „die Renditen in Russland deutlich höher als in Westeuropa, zudem gibt es in Moskau eine enorme Kaufkraft. Wenn es dann in Russland wieder bergauf geht, wäre das für uns ein Treiber“. Was noch für die Immofinanz spricht? „Mit dem Verkauf unseres Logistikportfolios haben wir einen wichtigen Schritt gesetzt, um die Immofinanz noch klarer aufzustellen und als führenden gewerblichen Immobilienkonzern für den Büro- und Einzelhandelsbereich zu positionieren.“ Zudem, so Schumy, verfügt das Unternehmen mit liquiden Mitteln in Höhe von rund 750 Milionen Euro über ein komfortables Kapitalpolster.

Mit dem Rückgang des Ölpreises umgehen muss derzeit Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO): „Der niedrige Ölpreis hat natürlich Auswirkungen auf unser Geschäft, da unsere Kunden weniger investieren. Für 2016 erwarten wir nach wie vor ein schwieriges Umfeld.“ Um die SBO müsse man sich jedenfalls keine Sorgen machen: „Unsere Strategie geht über den aktuellen Zyklus hinaus. Wir haben uns 2008 für den damaligen Abschwung gut gerüstet und haben auch jetzt bereits im Jahr 2014 reagiert. Ein Auf und Ab ist in unserer Branche die Regel und nicht die Ausnahme. Wir haben im vergangenen Jahr unsere liquiden Mittel von 130 Milionen Euro auf knapp 200 Milionen Euro gesteigert und verfügen über ausreichend Spielraum, um uns im aktuellen Marktumfeld nach attraktiven Akquisitionszielen umzusehen.“

Bilder und Präsentationen finden Sie unter www.q-check.at

Über Q-Check - Quarterly Market Roadshow

Die „Q-Check - Quarterly Market Roadshow“ ist die führende Plattform zur Meinungsbildung am österreichischen Kapitalmarkt. Im Rahmen regelmäßiger Roadshows präsentieren renommierte Finanzhäuser, den Top-Entscheidern der Finanzcommunity, ihre Investmentchancen für das nächste Quartal (Quartals-Check). Ziel ist es zur individuellen und medialen Meinungsbildung beizutragen sowie ein schlagkräftiges Branchen-Netzwerk zur Stärkung des heimischen Kapitalmarkts zu schaffen.

Rückfragen & Kontakt:

Dominik Hojas
DerBörsianer
Tel.: +43 (0) 1 920 523 4
d.hojas@derboersianer.com
www.derboersianer.com

Roland Mayrl
Metrum Communications
+43/1/504 69 87-331
r.mayrl@metrum.at
www.metrum.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MTC0001