Industrie zu Pensionen: Der Realität ins Auge blicken

IV-GS Neumayer: Pensionssystem zukunftsfit machen – Schönfärberei beenden und Reformen angehen

Wien (OTS) - „Es bleibt dabei: Um das österreichische Sozialsystem für kommende Generationen aufrechtzuerhalten, müssen heute dafür die Weichen gestellt werden“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Mittwoch angesichts der Initiative für einen neuen Generationenvertrag. „Österreich hat in vielen Bereichen enormen Aufholbedarf und dazu zählt auch das Pensionssystem. Bedauerlicherweise fehlt es in Teilen der Politik nach wie vor am Problembewusstsein. Statt endlich Verantwortung zu übernehmen und die dringend notwendigen Zukunftsveränderungen durchzuführen, werden die Probleme schöngeredet“, so Neumayer. Die Industrie fordere seit langem kluge und maßvolle Reformen im Bereich der Pensionen anzugehen, wie die weitere Einschränkung gesetzlicher Frühpensionsmöglichkeiten und eine raschere Anpassung des gesetzlichen Frauenpensionsalters an das der Männer.

Expertinnen und Experten von Wifo, IHS, OECD, Europäischer Kommission und Internationalem Währungsfonds unterstützen die Forderungen der Industrie und rufen Österreich seit Jahren dringend auf, das Pensionssystem zu reformieren. „Geschehen ist bisher leider zu wenig. Jedenfalls fahrlässig ist es, weiter den Kopf in den Sand zu stecken und die ständigen ‚Keine Panik‘-Parolen zu wiederholen“, betonte Neumayer, denn seit 1970 hat sich in Österreich die Pensionsbezugsdauer der Frauen verdoppelt, jene der Männer sogar vervierfacht. „Wir brauchen daher ein nachhaltiges Pensionssystem, das die Veränderung der Lebenserwartung konsequent berücksichtigt. Nur das garantiert die langfristige Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems – wie es uns die internationalen Experten seit Jahren empfehlen. Wer Pensionen sichern will, muss auch fair der jüngeren Generation gegenüber handeln. Bei den Pensionen führt an strukturellen Reformen kein Weg vorbei. Die unbekümmerte Fortschreibung des ‚Status-Quo‘ wäre nichts anderes als ein generationen- und zukunftspolitischer Skandal.“

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