ÖGB-Achitz: Radikalkuren im Pensionssystem sind nicht notwendig

ARGE Generationenvertrag neu hat Generationenvertrag nicht verstanden

Wien (OTS) - „Dauernd zu behaupten, die Pensionen seien unfinanzierbar, ist unverantwortliche Panikmache“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. Den Vorschlägen der ARGE Generationenvertrag neu erteilt er eine Abfuhr: „Radikalkuren im Pensionssystem sind nicht notwendig. Das Pensionssystem steht und fällt mit den Arbeitsplätzen, das ist der Schlüsselfaktor für die Finanzierung der Pensionen, aber auch aller anderen Leistungen des Sozialstaates.“ Achitz fordert, dass für „ein zukunftsfähiges Pensionssystem die gesamte Wirtschaft angekurbelt werden muss, nicht nur der Banken- und Versicherungssektor.“ Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen muss beim Pensionsgipfel die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt stehen.++++

„Damit mehr Ältere eine Beschäftigung haben, müssen Unternehmen alternsgerechte Arbeitsplätze für Menschen über 50 schaffen“, sagt Achitz und fordert, dass Arbeitgeber Arbeitsplätze, Arbeitsmittel, die Arbeitsorganisation so gestalten müssen, dass für ArbeitnehmerInnen in jedem Lebensalter die belastungs- und beanspruchungsoptimale Ausführung der Arbeit gewährleistet ist. „Die ArbeitnehmerInnen können nur dann länger arbeiten, wenn sie dazu körperlich und psychisch in der Lage sind.“

Die gesetzliche Pensionsversicherung zurückzudrängen, lehnt der ÖGB strikt ab. „Die ARGE Generationenvertrag neu scheint den Generationenvertrag nicht verstanden zu haben. Die Vorschläge verbessern die Pensionsperspektiven der Jüngeren nicht, sie verschlechtern sie deutlich. Davor müssen wir die Jugend schützen.“

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