„Am Schauplatz“ am 28. Jänner: „Österreich – Nein Danke!“

Reportage gibt Einblick in die seltsame Welt der „Freemen“

Wien (OTS) - Sie nennen sich „Freemen“ oder „Souveräne“. Den Staat und seine Gesetze erkennen sie nicht an. Sie zahlen keine Steuern, sind nicht sozialversichert und ignorieren Strafmandate und andere Bescheide. „Der Staat Österreich ist eine Firma, mit der habe ich keinen Vertrag“, sagt Joe Kreissl, ein führender Kopf der Bewegung. Er und seine Mitstreiter planen, aus Österreich auszutreten. In einem Schloss in Oberösterreich wollen sie einen eigenen Staat gründen, mit eigener Gerichtsbarkeit. Er soll „Erlösterreich“ heißen und sie von Österreich erlösen. Die Behörden stehen der Bewegung eher ratlos gegenüber. Sind die Freemen gefährlich oder gar rechtsextrem? Oder nur Provokateure? Zu wenig weiß man bis jetzt über ihre Ideologie. Nur, dass die Vorbilder der Bewegung in Nordamerika beheimatet ist. Nora Zoglauer und dem „Am Schauplatz“-Team ist es gelungen, für die Reportage „Österreich – Nein Danke!“ – zu sehen am Donnerstag, dem 28. Jänner 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 – einen Einblick in die seltsame Welt der Freemen zu erhalten.

Ihre Wurzeln hat die Bewegung in den USA der 1970er Jahre, seit 2009 erfreut sie sich regen Zulaufs. Auf etwa 300.000 schätzen Experten ihre Sympathisantenzahl. Das FBI attestiert den nordamerikanischen „Souveränen Bürgern“ eine „hohe Gewaltbereitschaft“. Viele sind bewaffnet. Es kam auch immer wieder zu bewaffneten Konflikten mit der Exekutive. In Oregon besetzte eine bewaffnete Miliz erst zu Jahresbeginn einen Nationalpark.

Die österreichische Bewegung fiel einer größeren Öffentlichkeit erstmals im Sommer 2014 auf. In Hollenbach im Waldviertel versammelten sich rund 200 ihrer Sympathisanten auf dem Anwesen von Michaela W. Sie war besachwaltet und wollte ihre Sachwalterin, eine Anwältin, loswerden. Die Freemen planten, dieser den Prozess zu machen, an einem von ihnen gegründeten Gerichtshof namens „International Common Law Court of Justice Vienna“. Ihre selbsternannten „Sheriffs“ rückten aus, um die Anwältin abzuholen. Doch dazu kam es nicht. In einem Großeinsatz beendete die Polizei die Versammlung. Ein Strafverfahren war die Folge. Mehrere Souveräne müssen sich wegen schwerer Nötigung, beharrlicher Verfolgung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vor dem Landesgericht Krems verantworten. Der Prozess soll in den nächsten Wochen stattfinden.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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