Am 27. Jänner ist Internationaler Holocaust-Gedenktag

"Jetzt Zeichen setzen" lädt morgen, Mittwoch, zur Erinnerungs- und Gedenkveranstaltung sowie zum Protest ein

Wien (OTS) - Am 27. Jänner 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit, in dem zumindest 1,1 Million Menschen von den österreichischen und deutschen Nationalsozialisten ermordet wurden. Mehr als 1 Million Menschen, die als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden, 21.000 Angehörige von Romagruppen, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und mehr als 80.000 aus politischen und anderen Gründen nach Auschwitz Deportierte. Stellvertretend für alle Orte des Holocausts wurde das Datum der Auschwitz-Befreiung von der UNO als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ausgerufen.

"Auch 71 Jahre nach der Befreiung liegt es in unserer Verantwortung, gegen Antisemitismus, Rassismus, Ausgrenzung, rechte Hetze, Nationalismus und religiösen Fundamentalismus aufzutreten", so das Bündnis "Jetzt Zeichen setzen"

"Der internationale Tag zum Gedenken an die Opfer des Holocaust soll auch in Österreich zum offiziellen Gedenktag deklariert werden, der im Zeichen der Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes und für das Einstehen demokratischer Grundwerte und Menschenrechte steht", das Bündnis weiter.

Wir erleben eine Zeit, in der Hetze gegen Geflüchtete, gegen Migrant_innen, gegen Jüdinnen und Juden, gegen Muslim_innen und andere durch Herkunft, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung oder Geschlecht definierte Menschen enorm zugenommen hat. Die Vertreter_innen von Ideologien der Ungleichwertigkeit verspüren politischen Aufwind. Einige haben es in hohe Ämter geschafft. Solchen Ideologien darf die Republik nicht die Tore öffnen. Auch 71 Jahre nach der Befreiung trägt die österreichische Gesellschaft Verantwortung für die NS-Verbrechen und dafür, dass sie sich niemals wiederholen.

Daher lädt das Bündnis "Jetzt Zeichen setzen" am

Mittwoch, 27. Jänner um 17:00 Uhr zur Gedenkfeier am Heldenplatz für die Opfer des Holocaust mit

Zeitzeugin Dr. Susanne Bock, und Redebeiträgen, moderiert durch Katharina Stemberger, von Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer und BJV-Vorsitzenden Laura Schoch.

Rückfragen & Kontakt:

Niki Kunrath
0664 5000 799
www.jetztzeichensetzen.at

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