Vladyka: Keine BMS-Debatte auf dem Rücken der Schwächsten

Thema müssen Arbeitsplätze und Mindestlohn und nicht Sozialkürzungen sein

St. Pölten (OTS) - „Dass ein für die Zukunft tragfähiges Sozialsystem immer wieder evaluiert und modifiziert werden muss, steht außer Zweifel. Dazu gibt es ja auch konstruktive Gespräche. Aber ich kann nicht akzeptieren, dass hier immer wieder eine Debatte auf dem Rücken der sozial Schwächsten geführt wird“, so die Sozialsprecherin der SPÖ-NÖ, LAbg. Christa Vladyka, zu heutigen Aussagen des ÖVP-Sozialsprechers Wöginger. Die aktuellen Zahlen würden eine deutliche Sprache sprechen, betont Vladyka: „Es ist keineswegs so, dass sich die Menschen in der BMS ausruhen würden. Die durchschnittliche Bezugsdauer beträgt derzeit nur sieben Monate. Außerdem sind fast die Hälfte der knapp über 17.000 BezieherInnen in Niederösterreich sogenannte Aufstocker. Das heißt sie beziehen sehr wohl ein Einkommen, dieses ist allerdings so niedrig, dass damit kein Auskommen ist.“ Daran zeige sich, so die Mandatarin, dass die Debatte in die falsche Richtung gehe: „Wir müssen uns über 1.700 Euro Mindestlohn, über ausreichende Kinderbetreuungsplätze und über die Schaffung von Jobs unterhalten, nicht über die Kürzung von Sozialleistungen auf dem Rücken von Familien mit mehreren Kindern!“

„Für viele BMS-BezieherInnen ist es nicht leicht, überhaupt Arbeit zu finden, auch wenn sie sich noch so bemühen. Denn 81 % der Betroffenen sind ungelernte Arbeitskräfte, gerade für sie ist es aber besonders schwierig, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Daher ist die Frage, wie kann man genügend Jobs für diese Menschen schaffen und nicht, wie nimmt man ihnen möglichst viel an Sozialleistungen weg“, so Vladyka. „In Niederösterreich sind fast 6.000 Kinder von der BMS abhängig, mehr als ein Drittel von ihnen lebt in Haushalten mit nur einem Elternteil. Für diese Kinder wäre eine Kürzung der BMS fatal. Denn schon jetzt müssen sie auf vieles verzichten, was für ihre Schulkameraden selbstverständlich ist. Was wir tun müssen, ist dafür zu sorgen, dass es für ihre Eltern genügend Arbeit gibt. Wir müssen außerdem Kinderbetreuungsplätze schaffen, die es Eltern überhaupt ermöglichen, einem 40-Stunden-Job nachzugehen und wir müssen dafür sorgen dass diese Jobs anständig entlohnt sind“, fordert Vladyka abschließend.

(Schluss) kr

Rückfragen & Kontakt:

SPNÖ-Landtagsklub
Mag.a Rita Klement
Pressereferentin
02742 9005 DW 12560, Mobil: 0676/7007309
rita.klement@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001