E-Wirtschaft: Argumente für Aufteilung der Strompreiszone setzen sich nicht durch

Voreilige Entscheidung von ENTSO-E zu Capacity Calculation Regions war Kompetenzüberschreitung

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft über die standhafte Haltung Österreichs, auch der Regulierungsbehörde E–Control, im Hinblick auf den vergangenes Jahr von der europäischen Regulierungsbehörde ACER geforderten Umsetzungsplan zur Einführung eines Engpassmanagementverfahrens an der deutsch-österreichischen Grenze. „Es ist richtig, einen Umsetzungsplan zu verweigern, nachdem ACER selbst ihre Opinion als rechtlich nicht bindend bezeichnet hat“, erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.

Oesterreichs Energie hat ihrerseits vergangenen Freitag ENTSO-E aufgefordert, den Vorschlag zu den Capacity Calculation Regions (CCR) vom Oktober vergangenen Jahres zu revidieren. Ein wesentlicher Grund ist, dass sich die Entscheidung der Übertragungsnetzbetreiber in der ENTSO-E auf die ACER-Opinion stützte, die ja bekanntlich nicht rechtlich bindend ist. Schmidt: „Darüber hinaus haben die Übertragungsnetzbetreiber mit diesen Vorschlägen für neue Preiszonen ihre Kompetenzen zum Nachteil Österreichs überschritten. Laut EU-Recht (Capacity Allocation Congestion-Management-Guideline) darf sich die ENTSO-E mit ihren Vorschlägen nur auf bestehende Preiszonen beziehen und keine neuen schaffen.“

„Der Vorschlag vom vergangenen Oktober muss daher seitens der ENTSO-E-korrigiert werden“, fordert Schmidt. Es gehe nicht darum, Preiszonen zu zerstören, sondern Wege zu eröffnen und die europäische Energiewende mit vereinten Kräften zu unterstützen.

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