Finale des „Universum“-Dreiteilers „Wildes Patagonien“

„Die Macht der Ozeane“ am 26. Jänner um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Das Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas ist berüchtigt für seine todbringenden Fluten. Wo drei Ozeane aufeinanderprallen, sind in der Vergangenheit unzählige Schiffe in Seenot geraten und Hunderte untergegangen. Aber das Zusammentreffen dieser Wassermassen hat auch eine faszinierende Seite: Vor dieser südlichsten Spitze des südamerikanischen Festlands nimmt eine umfangreiche Nahrungskette ihren Ausgang, in der von der Sardelle bis zum See-Elefanten und von der Miesmuschel bis zum Felsenpinguin zahllose Lebewesen miteinander verbunden sind. „Die Macht der Ozeane“, die von Evie Wright (deutsche Bearbeitung: Jutta Karger) gestaltete dritte und letzte Folge des neuen „Universum“-Dreiteilers „Wildes Patagonien“, bewegt sich am Dienstag, dem 26. Jänner 2016, um 20.15 Uhr in ORF 2 mit dem Kap-Hoorn-Strom und dem Falkland-Strom entlang der Ostküste Südamerikas in Richtung Norden. Mit „Die Macht der Ozeane“ spannt die neue BBC-Serie „Wildes Patagonien“ zum Abschluss einen weiten Bogen entlang der patagonischen Atlantikküste. Sie dokumentiert eine Welt, in der der Ozean immer neue Bedingungen schafft, in denen sich die verschiedensten Lebewesen bewähren müssen – aber auch entfalten können.

Phytoplankton ist mikroskopisch klein, doch wenn die Organismen in solch großen Mengen auftreten wie im Atlantik östlich von Patagonien, kann man die Meeresströmung, in der sich das Plankton bewegt, sogar aus dem Weltraum sehen. Mit diesen winzig kleinen Lebewesen nimmt die Nahrungskette ihren Anfang. Bei Pinguinen sind beide Elternteile in die Aufzucht der Jungen eingebunden. Während das Männchen beim Nest bleibt, um die Küken vor Feinden zu schützen und im Hagelwetter warm zu halten, ist das Weibchen weit draußen im Meer unterwegs, um Fische zu fangen. Felsenpinguin-Weibchen haben einen ausgesprochen schwierigen Rückweg zu Partner und Nachwuchs zu bewältigen – denn diese Pinguin-Art brütet bevorzugt in Felsschluchten und auf steilen Klippen. Einem guten Nistplatz bleiben Felsenpinguine über Generationen hinweg treu, einzelne Kolonien mit Tausenden Brutpaaren sind keine Seltenheit.

Doch von jenem Ort, an dem viele Felsenpinguine täglich an Land gehen müssen, um ihren Nachwuchs mit Futter zu versorgen, werden auch die Mähnenrobben magisch angezogen. Die starke Brandung an der Steilküste ist unberechenbar und macht den Pinguinen die Landung extrem schwer, zusätzlich zur Gefahr, die von den hungrigen Mähnenrobben ausgeht. Erwischt die Robbe den Felsenpinguin, so bedeutet das auch den Tod für das Küken – ein Elternteil allein ist kaum imstande, das Junge großzuziehen. Der Nachwuchs der Mähnenrobben bleibt bis zum ersten Fellwechsel an Land, dann starten die ersten Schwimmversuche im seichten Wasser. Bei Ebbe sind sie in Küstennähe sicher, doch wenn die Flut kommt und der Wasserspiegel steigt, schlägt die Stunde eines raffinierten Jägers – des Schwertwals. Vor der patagonischen Küste haben die Raubwale eine Methode entwickelt, wie sie die ahnungslosen jungen Robben überrumpeln können: Sie nähern sich in Seitenlage, um sich nicht durch ihre charakteristische Rückenflosse zu verraten. Ein noch größerer Meeresbewohner folgt dem Falkland-Strom weiter nach Norden. Von der Halbinsel Valdés gegen das offene Meer abgeschirmt liegen die ruhigeren Wasser des Golfo Nuevo und des Golfo San José. Das sind die bevorzugten Kinderstuben der sogenannten Südkaper. Diese großen Bartenwale kommen jedes Jahr aus dem Südpolarmeer hierher, um ihre – bei der Geburt schon rund fünf Meter langen – Jungen zur Welt zu bringen. Begegnungen mit einheimischen Fischern, die in der Bucht nach Muscheln tauchen, gehören zu den ersten Erlebnissen der jungen Walkälber.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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