TIROLER TAGESZEITUNG: Leitartikel vom 23. Jänner 2016 von Alois Vahrner - Kitz-Spektakel ist Glücksfall für Tirol

Innsbruck (OTS) - Die Skiklassiker auf Streif und Ganslernhang in Kitzbühel sind in ihrer Bedeutung längst weit über normale Skirennen hinausgewachsen. Für den Tourismus, aber auch den Standort Tirol sind sie Werbung pur.

Nach dem gestrigen spektakulären Aufgalopp mit Super-G (bei Postkarten-Wetter und entsprechend traumhaften Winterbildern) sowie dem anschließenden Kombi-Slalom steht heute in Kitzbühel der absolute Höhepunkt ins Haus – nicht nur der Hahnenkammrennen oder wie alljährlich auch der Weltcupsaison, sondern (weil heuer auch keine Ski-WM oder Olympische Spiele stattfinden) des gesamten Skiwinters:
die Abfahrt auf der berühmt-berüchtigten Streif. Diese gilt seit jeher als die härteste, schwierigste und auch gefährlichste Abfahrtsstrecke der Welt. Der Klassiker hat viele Helden geboren, aber leider auch etliche schwere Verletzungsopfer gefordert. Zum besonderen Nimbus der Streif beigetragen hat freilich beides.
Der Klassiker soll heute endlich wieder einmal auf der Komplettstrecke mit allen Schlüsselstellen wie Mausefalle, Steilhang, Hausbergkante und Zielschuss über die Traverse über die Bühne gehen – wenn das Wetter (heute ist eine Störung vorausgesagt) den Organisatoren nicht wie so oft in der Vergangenheit erneut einen Strich durch die Rechnung macht. Zu wenig Schnee, zu viel Schnee, Nebel: Der Kitzbüheler Skiclub hatte über die Jahre nicht immer die besten Kontakte zu Petrus.
Geht heute doch alles klar, werden über 40.000 Fans für Ländermatch-Atmosphäre sorgen. Wenn auch oft beklagt wird, dass der Skisport nur in einigen Ländern interessiere – für Kitzbühel gilt das nicht. Dutzende TV-Stationen und Hunderte Printmedien sind vor Ort. Zu vielen Millionen Medienkonsumenten transportiert: Kitzbühel ist im Skisport das, was Wimbledon im Tennis oder Monte Carlo in der Formel 1 ist.
Kein anderer Ski-Veranstaltungsort hat auch nur annähernd ein solches Flair und diese Mischung aus tollem Sport, Events und Glamour. Von A-bis D-Promis schlängeln sich viele durch den Partyslalom. In Österreich lockt keine andere Veranstaltung auch nur ansatzweise so viel Prominenz aus Sport, Showgeschäft und Wirtschaft an. In und um Kitzbühel sorgt die Hahnenkammwoche mit ihren 80.000 bis 100.000 Besuchern für volle Gästebetten und geschätzte 40 Mio. Euro Umsatz, drumherum werden von den zuhauf anwesenden Wirtschaftskapitänen wohl viele Millionendeals zumindest angebahnt.
Auch wenn vielen der Trubel um die Kitz-Rennen zu übertrieben erscheint: Es ist die Premium-Veranstaltung mit sehr großer Bedeutung für den Tourismus in Tirol und auch in ganz Österreich.

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