Internationale Bürgermeister-Konferenz: Samariterbund fordert Integrationsmaßnahmen

ASBÖ-Hundsmüller bei der Internationalen Bürgermeister-Konferenz in Wien: „Wir dürfen jetzt keine Zeit verlieren!“

Wien (OTS) - "Der Samariterbund will Flüchtlingen nicht nur ein Dach über dem Kopf und Verpflegung bieten, sondern auch die Chancen, in Österreich ein neues Leben zu beginnen", so Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs bei der internationalen Bürgermeister-Konferenz NOW in Wien vor hochkarätigen, internationalen Gästen. "Wir brauchen jetzt Integrationsmaßnahmen, die vom Neusiedler- bis zum Bodensee für alle Flüchtlinge gleich sind. Diese Kompetenz sehe ich eindeutig beim Integrationsministerium angesiedelt", so Hundsmüller. "In der Praxis partizipieren Flüchtlinge in unseren Einrichtungen bereits und übernehmen Aufgaben für die Gemeinschaft. Wir bieten außerdem Kinderbetreuung, Sprachkurse und Feste in unseren Einrichtungen. All das fördert die Integration," so Hundsmüller weiter.

Um eine wertfreie und lösungsorientierte Diskussion anzuregen, müsse man Probleme ansprechen. Hundsmüller: "Derzeit gibt es zwei radikale Positionen: ‚Alle raus’ oder ‚Alle willkommen’. Es muss uns gelingen, über Diskrepanzen in den Kulturen zu reden, das betrifft beispielsweise die Themen Familie, Bildung und Arbeit. Denn Flüchtlinge legen ihre Kultur nicht an der Grenze ab. Vor allem die Bildung ist der wichtigste Schritt zur Integration und Vermittlung gesellschaftlicher Werte. Wir dürfen jetzt keine Zeit mehr verlieren und endlich mit Integrationspolitik beginnen."

„Darüber hinaus glaube ich nicht daran, dass verzweifelte Menschen, die auf der Flucht ihr Leben aufs Spiel setzen, sich von einer Obergrenze abhalten lassen“, so Hundsmüller weiter: „Seit dem Beginn der Flüchtlingsströme ist der Samariterbund rasch und unbürokratisch in der Flüchtlingshilfe aktiv. Wir sehen es über völkerrechtliche Verpflichtungen hinaus auch weiterhin als unsere Aufgabe, Menschen in Not zu unterstützen.“

Der Samariterbund arbeitet außerdem seit vielen Jahren erfolgreich mit lokalen Partnerorganisationen in Krisenregionen der Welt zusammen. "Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, vor Ort dabei behilflich zu sein, die Ursachen für massenhafte Flucht zu vermeiden. Das bedeutet, das Leben der Menschen in ihren Herkunftsländern zu verbessen. Österreich soll die Budgets für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) endlich auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen", so Hundsmüller abschließend.

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