„Orientierung“ am 24. Jänner: Politik sendet Signal – Weniger Flüchtlinge nach Österreich

Christoph Riedl-Daser präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 24. Jänner 2016, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Wien (OTS) - Politik sendet Signal: Weniger Flüchtlinge nach Österreich

Höchstens 37.500 Asylwerber sollen heuer noch in Österreich aufgenommen werden, bis 2019 sollen es in Summe maximal 127.500 sein. Darauf hat sich die Bundesregierung mit den Landeshauptleuten bei einem sogenannten Asylgipfel am vergangenen Mittwoch geeinigt. Die SPÖ spricht von einem „Richtwert“, die ÖVP bemüht den Begriff „Obergrenze“. Im „Orientierung“-Interview stellt Menschenrechtsexperte Manfred Nowak klar, dass es sich hierbei nur um „politische Zielvorgaben“ handeln kann, denn Asyl sei ein uneingeschränktes Menschenrecht. Caritas, Diakonie und auch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich fordern die politischen Entscheidungsträger auf, europäisches Recht zu achten und die aktuelle Situation für Menschen auf der Flucht zu verbessern. Bericht: Marcus Marschalek.

Gipfel ohne Versöhnung? Liberale Anglikaner werden „diszipliniert“

Die anglikanische Weltgemeinschaft streitet seit Jahren über den Umgang mit dem Thema Homosexualität. Die Gegensätze innerhalb der 38 Kirchenprovinzen könnten dabei kaum größer sein: Im traditionell sehr konservativen Afrika wird Homophobie durch den anglikanischen Klerus offen propagiert, während die liberalen Anglikaner der US-amerikanischen Episkopalkirche gleichgeschlechtlichen Paaren die Heirat erlauben und ganz offen homosexuelle Geistliche zu Bischöfen ernennen. Klärende Wirkung sollte ein „Versöhnungsgipfel“ zeigen, der vergangene Woche im englischen Canterbury stattfand. Doch wenig versöhnlich war das Ende: Die Episkopalkirche in den USA – Teil der anglikanischen Weltgemeinschaft – wird wegen „abweichlerischen Verhaltens von der kirchlichen Doktrin“ diszipliniert: Sie wird in den kommenden drei Jahren von gemeinschaftlichen Entscheidungen ausgeschlossen bleiben. Geistliche in der anglikanischen Kirche, die seit Jahren für die Gleichstellung Homosexueller eintreten, sprechen von einer tragischen Vorgangsweise und rebellieren offen gegen die Kirchenführung. Bericht: Bettina Prendergast.

„Damals im Widerstand …“ – Franziskaner im Baltenstaat Litauen

Rund 80 Prozent der Bevölkerung des Baltenstaates Litauen bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. Und die blickt – rund 25 Jahre nach Ausrufung der Unabhängigkeit von der Sowjetunion – auf eine bewegte Geschichte zurück. Immerhin hat sie im Widerstand gegen die Jahrzehnte währende kommunistische Herrschaft eine durchaus bedeutende Rolle gespielt. Den Weg in die Freiheit haben dabei auch junge Franziskanermönche geebnet, die mutig – im Untergrund – gegen das Regime aufgetreten sind. Heute stehen die Franziskaner in Litauen für eine unkonventionelle Lebensart – unter Berufung auf das Leben des Heiligen Franz von Assisi – die gerade unter jungen Menschen als „alternatives Modell der Lebensgestaltung“ erfahren wird. Bericht:
Birgit Johannsmeier.

Papst in Synagoge: Franziskus besucht „ältere Brüder“ in Rom

Es wirkt wie Routine, ist jedoch noch immer nicht selbstverständlich:
der Besuch eines Papstes in einer Synagoge. Immerhin ist es erst 30 Jahre her, dass ein Papst – Johannes Paul II. – erstmals einen Fuß in ein jüdisches Gebetshaus gesetzt hat. Benedikt XVI. folgte ihm im Jänner 2010. Ein halbes Jahrhundert nach Veröffentlichung des Konzilsdokuments „Nostra Aetate“ und der Festschreibung der „universalen Brüderlichkeit“ zwischen römisch-katholischer Kirche und dem Judentum setzt nun Franziskus mit seinem Besuch in der römischen Synagoge diese Tradition fort. Und er unterstreicht damit, was ihm ohnehin schon seit langer Zeit ein Anliegen ist: Bereits als Erzbischof von Buenos Aires pflegte Jorge Mario Bergoglio eine intensive Freundschaft mit seinem „Rabbiner-Kollegen“ Abraham Skorka. Bericht: Mathilde Schwabeneder.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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