„dok.film“-Doppel zum Thema Holocaust: „See You Soon Again“ und „Wiens verlorene Töchter“ am 24. Jänner

ab 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Holocaust-Gedenktags (27. Jänner) bringt der ORF im Rahmen des „dok.film“ am Sonntag, dem 24. Jänner 2016, ab 23.05 Uhr in ORF 2 zwei Dokumentationen zum Thema: Zum Auftakt zeigt „See You Soon Again“ von Lukas Stepanik und Bernadette Wegenstein das Engagement zweier Überlebender in der Holocaust-Edukation in US-amerikanischen Schulen. Danach befasst sich Mirjam Unger in ihrem Film „Wiens verlorene Töchter“ (0.25 Uhr) mit acht jüdischen Frauen im Alter von über 80 Jahren, die u. a. über ihre traumatischen Erfahrungen und ihr ambivalentes Verhältnis zur einstigen Heimatstadt erzählen, aus der sie als junge Mädchen flüchten mussten.

„See You Soon Again“: Zwei Überlebende des Holocaust und ihre Geschichten

Leo und Bluma, zwei Holocaust-Überlebende, die in die USA emigrierten, besuchen unermüdlich amerikanische Schulen, um dort ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Der Film „See You Soon Again“ – vom ORF kofinanziert im Rahmen des Film-Fernsehabkommens – begleitet die beiden Protagonisten bei ihren Vorträgen und ihren Versuchen, das heute Unfassbare an junge Menschen weiterzugeben. Im Mittelpunkt stehen aber nicht die Erlebnisse der Erzähler, sondern, wie amerikanische Jugendliche und die jüdische Community selbst mit der nachhaltigen Wirkung ihrer Geschichte umgehen.

„Wiens verlorene Töchter: Acht Frauen erinnern sich“

Regisseurin Mirjam Unger befragt acht jüdische Frauen über 80, die als junge Mädchen vor den Nazis aus Wien geflüchtet sind, zu ihren Erinnerungen. Vermittelt werden diese nicht nur sprachlich, sondern immer wieder durch Musik, durch Operetten, Wienerlieder oder Opernarien, in denen eine glückliche Kindheit und der Terror von Verfolgung und Hetze gleichermaßen verwoben sind. Die Zeit des Nationalsozialismus, die Erfahrungen der Flucht, die Ankunft in einem neuen Leben streift der Film nur ausschnitthaft, um das Vergangene an den Bedingungen der Gegenwart zu überprüfen. Die Doku beginnt mit den Lichtern des Times Square, zeigt Alltagsszenen wie einen Friseurbesuch und wird Schritt für Schritt zum Porträt einer lebendigen jüdischen Community, in dem der Familie und dem Austausch unter den Generationen besonderer Stellenwert zukommt.

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