„Die Dreigroschenoper“ im ORF: Aktuelle Jubiläumsproduktion aus dem Theater an der Wien mit Moretti, Kirchschlager und Co.

Am 23. Jänner um 22.00 Uhr in ORF 2 – außerdem am 31. Jänner in ORF III

Wien (OTS) - Mit einer Neuinszenierung von „Die Dreigroschenoper“, dem Welterfolg von Bertolt Brecht und Kurt Weill, eröffnete das Theater an der Wien am 13. Jänner seinen dreiteiligen Festreigen zum zehnjährigen Jubiläum als Opernhaus, zu dem auch konzertante Versionen von Beethovens „Fidelio“ und Mozarts „Idomeneo“ zählen. Der ORF zeigt im Rahmen eines Programmschwerpunkts alle drei Produktionen, beginnend mit der hochkarätig besetzten Adaption des Brecht/Weill-Stücks von Keith Warner am Samstag, dem 23. Jänner, um 22.00 Uhr in ORF 2. Tobias Moretti gibt den Banditenchef Macheath, Florian Boesch ist Peachum, der Bettlerboss, seine intrigante Frau ist Angelika Kirchschlager. Anne-Sofie von Otter reiht sich als denkwürdige Spelunken-Jenny ein, umgeben von einer Schar ausgezeichneter Singschauspieler und von Mitgliedern des Arnold Schoenberg Chors. Unter der Leitung von Johannes Kalitzke spielt das Klangforum Wien. Barbara Rett spricht einleitende Worte zur Neuinszenierung, die Felix Breisach als Bildregisseur in Szene setzt. Die TV-Aufzeichnung ist eine Koproduktion von Felix Breisach Medienwerkstatt, ORF2 und ORFIII.

ORF III präsentiert alle drei Jubiläumsproduktionen im Rahmen der sonntäglichen Leiste „Erlebnis Bühne“ um 20.15 Uhr: „Die Dreigroschenoper“ am 31. Jänner, „Fidelio“ bereits am 24. Jänner und „Idomeneo“ am 7. Februar. Zur Einstimmung auf das „Dreigroschenoper“-Wochenende bringt ORF III aus aktuellem Anlass bereits morgen, am Freitag, dem 22. Jänner, ein „Kultur Heute Spezial“ (19.50 Uhr) direkt aus dem Theater an der Wien mit u. a. Tobias Moretti, Angelika Kirchschlager und Michael Schade (Florestan im „Fidelio“) als Interviewgäste.

Mehr zum Inhalt von „Die Dreigroschenoper“:

Die Opern Georg F. Händels erlebten in den 1920er Jahren ihre Wiederentdeckung. Angeregt von der Händel-Parodie „Beggar’s Opera“ von John Gay und Christopher Pepusch schrieb Bertolt Brecht 1928 gemeinsam mit Komponist Kurt Weill „Die Dreigroschenoper“. Die avantgardistische Musik Weills vereinte auf unerhörte Weise die Musikstile von Jetzt und Einst und schuf damit ein unverwechselbares, zwischen Jazzrhythmen und Barockformen angesiedeltes Timbre.
Die Handlung kreist um den Konkurrenz- und Existenzkampf zwischen zwei „Geschäftsleuten“, dem Kopf der Londoner Bettelmafia (Peachum), der Bettler erpresst und sie so ausstattet, dass sie das Mitleid der Passanten erregen, und einem Verbrecher (Macheath), der gute Beziehungen zum Polizeichef (Brown) von London hat.

Das Stück wurde ein Welterfolg, dessen Aktualität bis heute ungebrochen scheint. Schon die Uraufführung am 31. August 1928 im Berliner Theater am Schiffbauerdamm wurde als bitterböse Zeitkritik willkommen geheißen, die mit zynischer Satire auf den hochkochenden Kapitalismus und die Doppelmoral seines Bürgertums zeigte – doch die wenigsten verstanden Bertolt Brechts Intention. Sein Versuch, dem korrupten Bürger sein Spiegelbild vor Augen zu führen, missglückte:
Anstatt sich in den Bühnenfiguren selbstkritisch wiederzuerkennen, amüsierte sich das Publikum prächtig.

Erst vergangenen Sommer standen bei den Salzburger Festspielen zwei unterschiedliche Spielarten der „Dreigroschenoper“ höchst erfolgreich am Spielplan und nun hat auch das Theater an der Wien eine hochkarätig besetzte Neuinszenierung an den Beginn seiner Zehn-Jahres-Jubiläumsfeiern gestellt.

„Die Dreigroschenoper“, „Fidelio“ und „Idomeneo“ sind in der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) sieben Tage lang nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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