SWV – Pokorny: Checkrobin gefährdet zigtausende Jobs in der Transportwirtschaft

Dringende Einführung gewerberechtliche Standards für Shared-Economy-Modelle wie Checkrobin, Uber, Airbnb und Co.

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert. Neufassung in Meldung OTS0144 vom 21.01.2016

„Ich weiß nicht, wie lange man noch zusehen will, dass
ein paar Promis in ein gewerberechtlich bedenkliches Geschäftskonzept investieren. Aber es braucht dringend einheitliche Standards für Shared-Economy-Modelle wie Checkrobin, Uber, Airbnb und Co. Sonst gefährden wir allein im Transport und Verkehr zigtausende Jobs“, kommentiert Katarina Pokorny, Bundesspartenvorsitzende für Transport und Verkehr und Vizepräsidentin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Österreich (SWV), den Einstieg von René Benko in den Promi-Reigen der Checkrobin-Eigentümer.

Neben Hannes Jagerhofer, dem mehr als 45 Prozent der Anteile an dem privaten Paketdienst gehören, sind Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz, Niki Lauda, der Gastronom Attila Dogudan und der Ex-Werber Hans Schmid Miteigentümer. „Die Kleinunternehmerinnen und -unternehmern, die brav ihre Steuern zahlen, durchforstet die Finanz komplett, aber bei diesen Personen machen wir alle die Augen zu“, so Pokorny und fragt sich, „für welchen Zweck bitte jemand knapp eine Millionen Euro sogenannte ‚Fördermittel’ für ein Unternehmen vergibt, das gewerberechtlich schwer bedenklich ist?“

Die Spartenobfrau kritisiert, dass im Hinblick auf die Steuerehrlichkeit Checkrobin jegliche Verantwortung auf die Nutzerinnen und Nutzer abschiebt. „Die Plattform stellt sich lediglich als Vermittler der Aufträge dar. Alles, was der ‚Robin’ vom Kunden bar auf die Hand erhält, muss er selbstständig versteuern und SVA-Beiträge zahlen. Und seien wir uns ehrlich, von 26,-- Euro pro Auftrag, bei dem quer durch Österreich gefahren wird, kann keiner leben und entspricht auch keiner wirtschaftlichen Realität.“

Aber nicht nur das, Pokorny fürchtet die Unterwanderung einer ganzen Branche. „Privatpersonen werden dazu aufgefordert, ohne erforderliche Gewerbeberechtigung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit unwissentlich nachzugehen. Das sind 124.200 Aufträge, die der Transportwirtschaft entgehen und zigtausende Jobs, die vernichtet werden könnten“. Und weiter, „Es kann nicht sein, dass ganze Branchen unterwandert werden, von denen hundertausende Arbeitsplätze abhängen, während sich ein paar Promis eine goldene Nase verdienen. Das ist eine wahre Unternehmerschikane“, stellt Pokorny fest und fordert für Shared-Economy-Modelle endlich gewerberechtliche Standards, besseren Rechtsschutz sowie Transparenz und ausreichende Informationen für die Konsumenten und Konsumentinnen. (Schluss)

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