Wiener Kongress com.sult zur Zukunft des Wachstums

Mohamed ElBaradei, Mario Monti und Dan Shechtman am Podium – Flüchtlingskrise und Wachstum durch Innovation im Fokus

Wien (OTS) - Zum bereits 13. Mal fand am Dienstag der Wiener Kongress „com.sult“ im Haus der Industrie statt. Initiiert von David Ungar-Klein beschäftigte sich der Kongress mit der politischen und wirtschaftlichen Zukunft Europas. Unter dem Schlüsselthema „Zukunft des Wachstums“ diskutierten internationale und nationale Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über Flucht und Migration, Gesellschaft und Politik, Standortpolitik sowie Wachstum durch Innovation und Infrastruktur. „Europa benötigt Perspektiven und Strategien, die für neues Wachstum und bestmögliche standortpolitische Rahmenbedingungen sorgen. Nur so kann das europäische Wirtschafts- und Sozialmodell gesichert werden“, so David Ungar-Klein. Für die Panel-Diskussionen nahmen unter anderem Lászlo Andor (ehem. EU Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration), Gregor Gysi (Mitglied des Deutschen Bundestages), Thomas Arnoldner (Vorstandsvorsitzender Alcatel-Lucent Austria AG), Staatssekretärin Sonja Steßl, Iain Begg (London School of Economics), Václav Klaus (ehemaliger Präsident der Tschechischen Republik) und Bundesministerin Sophie Karmasin am Podium Platz.

Verleihung des „Golden Arrow“-Award

Im Rahmen der Abend-Gala wurde auch heuer wieder der „Golden Arrow“-Award verliehen. Diesmal an den ehemaligen Präsidenten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei, an Dan Shechtman (Nobelpreisträger Chemie) sowie den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti. In der Kategorie „Österreich“ durften Günther Fehlinger und Markus Rogan die Ehrung entgegennehmen. „Der ‚Golden Arrow‘-Award wird jedes Jahr an Menschen verliehen, die außergewöhnliche Ideen realisieren und Visionen umsetzen – kurz: das Unmögliche möglich machen“, so Ungar-Klein über die Verleihung des renommierten Awards.

Einigkeit Europas von zentraler Bedeutung

Davor fanden sich die Preisträger ElBaradei, Shechtman und Monti noch zu einer gemeinsamen Diskussion mit Ungar-Klein am Podium zusammen und bekräftigten vor allem die Bedeutung von Innovation und wirtschaftlichem Wachstum als Voraussetzung von Frieden und Stabilität. Einig war man sich, dass die großen Herausforderungen der Gegenwart gemeinsam in Angriff genommen werden müssen, wie beispielsweise bei der Flüchtlingsthematik. Für den Friedensnobelpreisträger stehe fest, dass es für ein „menschliches Problem“ entsprechend auch einen humanen Ansatz geben müsse und die Auseinandersetzung damit nicht nur auf europäischer, sondern auf internationaler Ebene stattfinden sollte. Europa müsse grundsätzlich neu erfunden werden. Denn um eine politische und wirtschaftliche Einheit darzustellen, müsse man endlich auch eine gemeinsame Vorgehensweise und eine gemeinsame Politik wählen.

Shechtman betonte, dass sich in Europa ein stärkerer Unternehmergeist durchsetzen müsse. Technische Universitäten sollten mehr in das Bildungssystem eingebunden und technisches Know-how besser transportiert werden. Der ehemalige EU-Kommissar Monti zeigte sich optimistisch was die Entwicklung der europäischen Volkswirtschaften betrifft, Voraussetzung dafür sei aber die fortwährende Einigkeit Europas bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Individualität der einzelnen Mitgliedstaaten – das sei Chance wie auch Herausforderung. Abschließend lasse sich festhalten, dass vor allem ein wachstumsorientierter Umgang mit der aktuellen Flucht- und Migrationsbewegung nötig sei, der sowohl den Zuwanderern als auch den Aufnahmestaaten neue Perspektiven eröffne.

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