„Am Schauplatz Gericht“ am 21. Jänner: „Tödliche Fehler“

Um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - In der aktuellen Folge von „Am Schauplatz Gericht“ stellen Maria Zweckmayr und Ludwig Gantner am Donnerstag, dem 21. Jänner 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 zwei starke Frauen vor, die nicht hinnehmen wollten, dass der Tod eines Angehörigen, der durch andere verschuldet wurde, ohne Konsequenzen bleiben soll. Einmal geht es um den Lebensgefährten, der durch das Fehlverhalten von Polizisten ums Leben gekommen ist. Im anderen Fall hat der Sohn eine Behandlung in einem Wiener Spital nicht überlebt.

Michael K. war mit Drogen in Berührung gekommen und ließ sich wegen seiner daraus resultierenden psychischen Probleme in einem Wiener Spital behandeln. Er wollte aber auf keinen Fall ein Medikament namens „Substitol“ einnehmen, ein Drogenersatzmittel. Auch seine Mutter forderte die behandelnde Ärztin auf, Michael dieses Präparat keinesfalls zu geben. Eine Ärztin verabreichte ihm dennoch 400 Milligramm „Substitol“. Kurz darauf starb Michael K. an einem Kreislaufversagen. Eine Gerichtsgutachterin hat mittlerweile festgestellt, dass Frau K. recht hatte: 400 Milligramm „Substitol“ seien in diesem Fall eine „letale Dosis“ gewesen. Was sind die rechtlichen Konsequenzen?

Der Anästhesiepfleger Siegfried P. kam im Oktober 2010 bei einem Motorradunfall in Niederösterreich ums Leben. Offiziell hieß es, er sei durch einen Fahrfehler gestürzt. Der Fall galt als erledigt. Seine Lebensgefährtin hat sich mit dieser Version nie abgefunden. Ihre These: Eine Polizeistreife hätte Siegfried P. übersehen, von der Straße gedrängt und diesen Fehler vertuscht. Zwei Jahre nach dem ersten „Am Schauplatz Gericht“-Bericht über Siegfried P. gab es eine überraschende Wendung. Ein neuer Gutachter wurde befragt und das Gericht hat mittlerweile festgestellt, dass einer der Polizisten am Unfall schuld ist. Die Republik Österreich und die UNIQUA-Versicherung haften. Das war 2013. Aber warum hat man Frau B. und ihren Kindern noch immer nicht den vollen Schadenersatz bezahlt?

Frau G. machte am Neujahrstag 2013 einen Skiausflug am Katschberg und stürzte in einen morschen Zaun. Der zerbrach und ein großer Holzsplitter bohrte sich in ihren Rücken. Sie wurde schwer verletzt und hatte Glück im Unglück: Ein querstehender Nagel verhinderte, dass sie jetzt querschnittgelähmt ist. Sie hat den Liftbetreiber auf Schadenersatz verklagt, der die Zäune an der Piste kontrollieren hätte sollen.

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