ÖAMTC-Umfrage: Umwelt und Kosten sind größte Mobilitätssorgen der Österreicher – einst und jetzt (+ Grafik)

Sorge auch vor Parkplatznot, zu wenig und überfüllten Öffis und teurem Sprit

Wien (OTS) - Die größten Zukunftssorgen der Österreicher in puncto Mobilität gelten den Kosten und der Umwelt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.000 Österreichern hervor, die der ÖAMTC heute, am 20. Jänner, veröffentlichte. "Extrem teure Mautabgaben und Steuern sind für 64 Prozent, Staus und verstopfte Straßen sowie eine immer stärkere Umweltbelastung durch den Verkehr für je 63 Prozent der Österreicher die größten Sorgen im Hinblick auf den Verkehr in zehn Jahren", fasst ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold zusammen.

Laut der aktuellen Studie ist zudem für 60 Prozent der Befragten die immer schwieriger werdende Parkplatzsituation ein Grund zur Sorge, das sinkende Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb des urbanen Bereichs für mehr als die Hälfte. Gleichzeitig fürchtet jeweils knapp die Hälfte der Österreicher, dass es für Pendler immer schwieriger wird, mit dem Auto zur Arbeit zu kommen, dass Benzin und Diesel kaum mehr leistbar sind, während öffentliche Verkehrsmittel unbequem und ständig überfüllt sein werden. "Das wären Szenarien, die für viele Menschen massive Verschlechterungen in der gesamten Mobilität bedeuten würden", hält der ÖAMTC-Verbandsdirektor die Ergebnisse fest.

Großteil erwartet Veränderungen – ÖAMTC gestaltet aktiv mit

Dass es bleibt, wie es ist, glauben nur zehn Prozent. 55 Prozent der Österreicher denken, dass sich die Mobilität in den kommenden zehn Jahren verändern wird. "Dieses Bild zeigt sich quer über alle Altersgruppen, egal, ob man ein Auto nutzt oder nicht", so Schmerold. Faktum ist: Derzeit sorgen digitale Technologien für einen Umbruch – auch im Mobilitätssektor. Das bietet Vorteile, birgt aber auch Gefahren – u.a. im Bereich der Datensicherheit vernetzter Fahrzeuge. "Wie wichtig das Thema den Österreichern ist, bestätigt unsere Umfrage – ständige Überwachung im Verkehr und die verschwindende Privatsphäre sind für 45 Prozent der Österreicher Anlass zu Sorge", erklärt der ÖAMTC-Verbandsdirektor. Der ÖAMTC nutzt hier seine internationale Vernetzung für die Interessen seiner Mitglieder. "Aktuell setzen wir uns mit der FIA-Kampagne 'My Car My Data', für klare Regeln zur Datenerfassung und -weitergabe aus dem Auto ein", so Schmerold.

Mit ÖAMTC AM.PULS kann der Club in Online-Umfragen die Meinung seiner Mitglieder erheben. Derzeit sind mehr als 12.000 aktive Teilnehmer registriert. Mit "mobito" hat der ÖAMTC eine kostenlose Online-Dienstleistung entwickelt, die hilft, Mobilität einfacher zu organisieren – u.a. mit Fahrtenbuch, Fahrzeugfinder und -reservierung für gemeinsame Fahrzeugnutzung. Den Service können alle – Mitglieder und Nicht-Mitglieder – nutzen. In Kürze wird der Club einen Crowd-Sourcing-Prozess starten, bei dem ebenfalls alle Interessierten über eine gemeinsame Online-Plattform Ideen für zukünftige Dienstleistungen entwickeln können.

Keine Angst vor komplizierten Fahrzeugen und 80 km/h Höchstgeschwindigkeit

Die ÖAMTC-Studie zeigt aber auch auf, welche Themen den Österreichern kaum Sorgen bereiten – etwa dass Fahrzeuge so kompliziert werden, dass man sie kaum mehr bedienen kann, oder, dass man sich sein Fahrzeug mit anderen teilen muss. Auch die Befürchtung, die Höchstgeschwindigkeit könnte in Zukunft bei 80 km/h liegen oder dass es zu wenig Radwege geben könnte, ist für knapp die Hälfte der Befragten kein Anlass zu Sorge.

ÖAMTC feiert 120-Jahr-Jubiläum 2016 – Mobilitätssorgen anno dazumal

Im Jahr 2016 feiert der ÖAMTC das 120-jährige Bestehen. Grund, auch kurz zurückzublicken. Denn die Sorgen der Österreicher zu den unterschiedlichen Bereichen der Mobilität beschäftigen den Club schon seit den Anfängen. "1906 forderte der Österreichische Automobil Club nach einer 25-prozentigen Preiserhöhung ein Ausfuhrverbot von Benzin. 1919 konnte der ÖAC eine drohende Automobilsteuer vorläufig verhindern", bringt Schmerold einige historische Beispiele.

Auch das Thema Geschwindigkeit beschäftigt seit 120 Jahren: 1896 waren es die Radfahrer, die durch hohe Geschwindigkeit Fußgänger und Pferdefuhrwerke gefährdeten. 1898 sorgte man sich, dass sich die Pferde erst an Automobile gewöhnen müssten. 1899 durfte die Fahrgeschwindigkeit in geschlossenen Orten nicht größer sein als die eines Pferdes im frischen Trab. 1905 folgte eine neue Geschwindigkeits-Verordnung: Der Fahrer eines Automobils muss Herr der Geschwindigkeit sein. Es gilt innerorts 15 km/h, außerorts 45 km/h, an kritischen Stellen 6 km/h.

Informationen zur ÖAMTC-Umfrage "Zukunftssorgen Mobilität"

Für die repräsentative ÖAMTC-Studie "Zukunftssorgen Mobilität" wurden im Dezember 2015 insgesamt 1.022 Österreicher ab 17 Jahren zu den größten Zukunftssorgen bzw. -ängsten in puncto Mobilität befragt. Die Erhebung wurde im Rahmen einer Onlinebefragung österreichweit durchgeführt.

Nur ein Prozent der Befragten fährt ein Hybrid- oder Elektroauto. Lediglich drei Prozent nutzen Carsharing. Ein Viertel der Befragten waren keine Autofahrer.

Informationen zur ÖAMTC-Studie "Mobilitätssorgen" findet man online unter www.oeamtc.at.

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