LR Schwarz zu Flüchtlingssituation an NÖ Schulen

SchülerInnenanstieg bringt Schulsystem an Rand des Machbaren

St. Pölten (OTS) - Mit Beginn des aktuellen Schuljahres wurden in Niederösterreich rd. 1.000 Flüchtlingskinder eingeschult. Mit 1. Oktober 2015, dem Stichtag zur Festlegung des Stellenplanes seitens des Bundes, meldete der Landesschulrat für Niederösterreich insgesamt 1.293 FlüchtlingsschülerInnen an den Pflichtschulen. "Aktuell stehen wir bereits bei 2.138 Flüchtlingskindern alleine im Pflichtschulbereich, mit den höheren Schulen eingerechnet bei rd. 2.400. Dieser enorme Anstieg findet aber seit Oktober im Stellenplan keine Berücksichtigung mehr. Dabei brauchen unsere Schulen gerade jetzt ein Mehr an Ressourcen, ein Mehr an Lehrerinnen und Lehrern, die in der Lage sind, alle Kinder in unseren Schulen, egal ob Flüchtlingskind oder nicht, umfassend und ihren Bedürfnissen entsprechend zu unterrichten. Ich halte es für verantwortungslos, nur große Ankündigungen zu machen, denen keine Taten folgen und das Schulsystem in einer herausfordernden und schwierigen Zeit sich alleine zu überlassen. Für ein solches Verhalten fehlt mir jegliches Verständnis", so Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz in Richtung von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Die aktuell rasant steigende Zahl an Flüchtlingskindern in den niederösterreichischen Schulen macht für Schwarz eine unverzügliche Unterstützung durch das Bildungsministerium unabdingbar: "Trotz des großen Engagements unseres Lehrkörpers, und dafür bedanke ich mich bei allen Lehrerinnen und Lehrern recht herzlich, kommt unser Schulsystem ressourcenmäßig mit großen Schritten an seine Grenzen. Alleine die hohe Zahl der Kinder aus Flüchtlingsfamilien in unserem Bildungssystem bedeutet aktuell einen zusätzlichen Aufwand von 84 Vollzeit-Lehrerdienstposten für Niederösterreich. Das sind Mehrkosten in der Höhe von rund 3,3 Millionen Euro für unser Bundesland. Die Kinder sind jetzt an unseren Schulen, also muss auch jetzt gehandelt werden. Ein reibungsloser Schulbetrieb für alle Beteiligten muss jetzt Priorität haben."

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