- 15.01.2016, 12:05:56
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Vom Verwaltungsgebäude zum Krankenhaus – und wieder zurück
Offizielle Eröffnung des ersten Wiener Unfallkrankenhauses in der Webergasse jährt sich zum 90. Mal
Utl.: Offizielle Eröffnung des ersten Wiener Unfallkrankenhauses in
der Webergasse jährt sich zum 90. Mal =
Wien (OTS) - 100 Betten, moderne Operationssäle und der Pionier der
europäischen Unfallchirurgie als ärztlicher Leiter: Am 17. Jänner
1926 nahm das Unfallkrankenhaus in der Webergasse in Wien-Brigittenau
seinen Vollbetrieb auf. Zu diesem Zweck wurde das vormalige
Verwaltungsgebäude der AUVA adaptiert. Platz fand darin nicht nur ein
ganzer Krankenhausbetrieb, sondern auch eine Wohnung für Lorenz
Böhler. Der erste Chefarzt des Hauses in der Webergasse wollte für
seine Patienten 24 Stunden am Tag verfügbar sein. Ganz im Sinne des
damaligen Landesvorstandes der AUVA für Wien, Niederösterreich und
Burgenland, der das Unfallkrankenhaus „in den Dienst der versicherten
Mitglieder“ stellte, um die Menschen „der Arbeit zurückzugeben“, wie
es in einer Publikation anlässlich der Eröffnung hieß.
Integrierte Behandlung und Rehabilitation
Nach der offiziellen Eröffnung 1926 wurde das Haus 1934 erweitert –
nicht nur um 20 Betten, sondern auch um einen Turnsaal. Denn die
schnelle Mobilisierung steht im Zentrum der Böhlerschen Philosophie
von integrierter Behandlung und Rehabilitation. Der Zweite Weltkrieg
machte nicht nur die Einrichtung von neuen Operationssälen notwendig;
er führte auch zu schweren Gebäudeschäden durch Bombenangriffe.
Operationen mussten teilweise bei Kerzenlicht durchgeführt werden.
1963, im Alter von 78 Jahren, verabschiedete sich Lorenz Böhler in
den Ruhestand. Kurz darauf fiel der Beschluss, in der
Donaueschingenstraße ein neues Unfallkrankenhaus zu errichten und es
nach dem legendären Unfallchirurgen Böhler zu benennen. Am 15.
Dezember 1972 wurde das Unfallkrankenhaus in der Webergasse
schließlich endgültig in das neue Lorenz-Böhler-Krankenhaus
übersiedelt. Bereits 1956 hatte die AUVA das Unfallkrankenhaus „Am
Wienerberg“ eröffnet. Das heutige UKH Wien Meidling feiert Ende des
Jahres sein 60-jähriges Bestehen.
Historisches Erbe als Auftrag
Das Haus in der Webergasse dient heute wieder seinem ursprünglichen
Verwendungszweck: Es ist der Sitz der AUVA-Landesstelle Wien. „Wir
sind sehr stolz auf unser historisches Erbe, es ist aber auch ein
Auftrag“, sagt Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle
Wien. „Unsere Versicherten kennen uns als zuverlässigen Partner
ebenso wie als Motor für Innovation in der Unfallchirurgie. Die
ganzheitliche Behandlungsphilosophie von Lorenz Böhler findet bis
heute Niederschlag in der täglichen Arbeit in unseren
Unfallkrankenhäusern und Rehabilitationszentren.“ Der Vorsitzende der
AUVA-Landesstelle Wien, Rudolf Silvan, sieht die Unfallkrankenhäuser
als „unverzichtbare Säule des Wiener Gesundheitssystems. Gerade für
Menschen in physischen und psychischen Ausnahmesituationen, die ein
Unfall oft mit sich bringt, sind sie eine verlässliche Größe.“
Für Bernart und Silvan ist es ein zentraler Auftrag an die AUVA, die
Unfallheilbehandlung weiter zu entwickeln und an neueste Standards
anzupassen: „Die integrierte Versorgung von Unfallopfern ist und
bleibt unsere oberste Priorität. Ganz im Sinne des legendären ersten
ärztlichen Leiters der Webergasse, Lorenz Böhler.“
Foto unter:
http://auva.celumimagine.com/pindownload/login.do?pin=TV5YD
Fotocredit:
Erstes Wiener Unfallkrankenhaus in der Webergasse in Wien-Brigittenau
© AUVA Wien
Über die AUVA
Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen
unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige
sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum
Studienabschluss. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern
Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der
AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten rund 150.000 Verletzte in den
Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie
rund 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und
Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA
finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur
Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die
vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und
die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei
weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und
finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.
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