- 14.01.2016, 12:48:45
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ÖH ad Mitterlehner: Intellektuell begreifen ist nicht genug
Ausfinanzierung der Hochschulen statt Beschränkungen
Utl.: Ausfinanzierung der Hochschulen statt Beschränkungen =
Wien (OTS) - Das neue Jahr ist kaum ein paar Tage alt und schon
werden von Seiten des Wissenschaftsministeriums und der
Universitätskonferenz (Uniko) wieder Rufe nach Zugangsbeschränkungen
an den Hochschulen laut. Beim Neujahrsempfang der Uniko betonte
Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner zwar dass man das Problem
der chronischen Unterfinanzierung "intellektuell begriffen habe",
aber der Spielraum für eine Ausfinanzierung nicht vorhanden sei – mit
diesen Worten verteidigte Mitterlehner die mit den Universitäten
abgeschlossenen Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2016 bis 2018.
Er wiederholte danach seine Forderung nach weiteren Aufnahmehürden an
den Hochschulen. Mit der neuen Uniko Präsidentin Sonja Hammerschmid
hat er eine Mitstreiterin gefunden, die auch weiterhin an
Zugangsbeschränkungen festhalten will.
Für die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) bleiben die
abgeschlossenen Leistungsvereinbarungen und der Ruf nach
Zugangsbeschränkungen ein Zeugnis kurzfristigen Denkens. "Schön, dass
die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung angeblich das
Problem der Unterfinanzierung intellektuell begriffen haben – die
Handlungen lassen allerdings nicht darauf schließen", so Philip
Flacke vom Vorsitzteam der ÖH. Dass Zugangsbeschränkungen keine große
wirtschaftliche Erleichterung darstellen, wurde in der Vergangenheit
schon öfters sichtbar. Die Folgen sind allerdings verheerend und
richten sich vor allem gegen die soziale Durchmischung an den
Hochschulen.
"Zugangsbeschränkungen waren nie und werden nie fair sein", so Flacke
weiter. Der Anteil von Studierenden aus sozial schwächeren Schichten
hat sich in den letzten drei Jahren dramatisch halbiert.
Aufnahmehürden sind nur ein weiterer Schritt in Richtung elitärer
Hochschulen. Damit kann und wird sich die ÖH niemals abfinden. "An
der Ausfinanzierung der Hochschulen führt kein Weg vorbei – und das
müssen Mitterlehner, Schelling und Co nicht nur intellektuell
begreifen sondern auch Taten folgen lassen", so Flacke abschließend.
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