Stronach/Steinbichler: ggA-Gütezeichen tragen zu Konsumententäuschung bei

Kritik an Herkunftsbezeichnungen nun auch von der Regierung und AMA bestätigt

Wien (OTS) - „Wie kann Agrarminister Rupprechter die AMA-Gütesiegel als Erfolgsstrategie bezeichnen, wenn bester österreichischer Käse zu Kilopreisen von 1,70 bis 4 Euro auf dem internationalen Markt regelrecht verramscht wird? Mit diesen Preisen ist es den Bauern nicht möglich kostendeckend zu wirtschaften“, zeigt sich Team Stronach Agrar- und Konsumentenschutzsprecher Leo Steinbichler nach dem gestrigen Landwirtschaftsausschuss empört. Genauso „daneben“ liege Rupprechter mit seiner Forderung nach mehr ggA (geografisch geschützte Angabe)-Ursprungsbezeichnungen, „diese sind irreführend“, so Steinbichler.

Mit seiner Kritik an den GGA-Bezeichnungen ist Steinbichler nicht allein, auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer habe diese in einer jüngsten Anfragebeantwortung bestätigt: „Aus Sicht des Konsumentenschutzes teile ich ihre Ansicht, dass das EU-Gütezeichen „geschützte geografische Angabe“ g.g.A bei VerbraucherInnen falsche Erwartungen wecken kann“. Zweifel gebe es auch aus der AMA selbst, berichtet Steinbichler, „In der Fleischkennzeichnung gibt es tatsächlich Lücken“, zitierter den AMA- Marketing-Prokuristen Martin Greßl.

Der Team Stronach Abgeordnete fordert seit Jahren ein österreichisches Qualitätsgütesiegel, das den Konsumenten Sicherheit und den Bauern wieder faire Preise gibt. „Die Konsumenten sind bereit für Qualität mehr zu zahlen! Doch müssen sie die Garantie haben, dass alle Produktionsstufen in Österreich durchgeführt worden sind – wo Österreich drauf steht, muss zu 100 Prozent Österreich drinnen sein!“, betont Steinbichler.

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