„Am Schauplatz“ am 14. Jänner: „Die letzten Arbeiter“

Reportage über die letzten Stahlarbeiter in Mürzzuschlag

Wien (OTS) - Stahl war einmal der Stoff, aus dem die Zukunft gebaut wurde. Vor allem in den Wirtschaftswunderjahren nach dem Zweiten Weltkrieg galten die Stahlarbeiter der Verstaatlichten Industrie als so etwas wie eine Avantgarde der Arbeiterbewegung. Davon ist so gut wie nichts mehr geblieben. Die Hochburgen der Stahlindustrie beschäftigen nur mehr einen Bruchteil der Arbeitskräfte von früher. Sie stellen heute technisch ausgefeilte Exportprodukte her. Maschinen und Computer haben den Arbeiter fast überflüssig gemacht. Wo die Jobs verschwinden, leiden ganze Regionen. Geschäfte sperren zu, die Jungen wandern ab. Für die „Am Schauplatz“-Reportage „Die letzten Arbeiter“ – zu sehen am Donnerstag, dem 14. Jänner 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 – waren Julia Kovarik und Robert Gordon in Mürzzuschlag in der Obersteiermark, um herauszufinden, wie es den letzten Stahlarbeitern geht.

Da ist zum Beispiel Familie Gletthofer. Vater, Sohn und Schwiegersohn arbeiten im Werk. Zwei Generationen wie aus zwei verschiedenen Welten. Senior Helwig hat noch die gute Zeit erlebt, als es neben schwerer körperlicher Arbeit so etwas wie Gemeinschaftssinn und Verständnis der Vorgesetzten für die Nöte der Arbeiter gegeben hat. Während die Jungen als Leiharbeiter beginnen mussten. Mit allen Unsicherheiten. Die Arbeit ist körperlich leichter, aber stressiger geworden. Immer mehr wird in derselben Zeit verlangt. Die Technologie gibt den Takt an. Das hat sich auch auf die Einstellung der Arbeiter ausgewirkt. Statt Solidarität gibt es Konkurrenzdenken und an die Stelle des gemeinsamen Biers nach der Arbeit ist der einsame Kampf gegen die Gewichte im Fitnessstudio getreten.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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