FPÖ-Hofer: Wann wird Finanzierung der Langzeitpflege sichergestellt?

Auch Pflegewissenschafterin spricht von fehlender Gesamtstrategie im Gesundheits-und Sozialwesen

Wien (OTS) - Bezugnehmend auf den Beitrag in der gestrigen ORF-Sendung „Report“ über die geschätzte Zunahme von Demenzerkrankungen von derzeit 130.000 Menschen auf eine Viertel Million in den nächsten Jahren, erneuert heute der freiheitliche Behinderten- und Pflegesprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer seine Forderungen nach einem tragfähigen Zukunftskonzept für die aktuellen Herausforderungen in der Langzeitpflege. Denn auch die im genannten ORF-Beitrag zu Wort gekommene Pflegewissenschafterin Hanna Mayer von der Universität Wien sprach davon, dass es in Österreich an einer Gesamtstrategie im Gesundheits-und Sozialwesen für die nächsten zwei Dekaden fehle.

Zahlreiche Experten und Studien belegen, dass aufgrund der demographischen Entwicklung davon auszugehen ist, dass der Pflegebedarf in den nächsten Jahren stark ansteigen wird. Im ORF-Beitrag war die Rede davon, dass rund 20.000 zusätzliche Pflegekräfte in den nächsten Jahren benötigen werden. “Die Sicherstellung der Finanzierung des Pflegebereichs kann aber nur über eine Strukturreform im Gesundheitswesen erfolgen“, ist Hofer überzeugt, denn es genüge nicht, eine Demenz-Strategie anzukündigen ohne dafür zusätzliche Mittel bereitzustellen.
„Was es braucht, ist eine Gesundheitsreform, die Verwaltungsebenen einspart, Länderkompetenzen bündelt, Finanzierungsströme aus einer Hand sicherstellt und durch Akutbetten gebundene Mittel für Langzeitpflege bereitstellt. Nur damit würden nachhaltig Kosten gesenkt und die Pflegefinanzierung auch langfristig gesichert“, bekräftigt Hofer.

Die FPÖ tritt seit Jahren für die Einführung einer Pflegelehre und nicht für eine überbordende Akademisierung des Pflegeberufs ein, um jungen Menschen einen niederschwelligen Zugang zu einem gehaltvollen, aber auch sehr anstrengenden Beruf zu ermöglichen. Hier soll der Lehrplan durchaus der Entwicklung Jugendlicher angepasst werden, so Hofer, der darauf hofft, dass bei den Verantwortlichen Ministern im Gesundheits- und Sozialressort endlich auch Bewegung in diesem Bereich kommt. Über 70 Prozent der Pflege werden von Angehörigen geleistet, oft unter schwerer körperlicher und psychischer Belastung. Diese Menschen sind es, so Hofer, die das Pflegesystem in Österreich aufrechterhalten. Dennoch brauche es mehr Angebote im Bereich der Tagesstätten und der Kurzzeitpflege, um pflegende Angehörige zu entlasten, bekräftigt Hofer, der abschließend wiederholt auf eine jährliche Inflationsanpassung des Pflegegeldes pocht.

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