Hofinger: Die Qualität muss stimmen

Öffentliche Lebensmittelbeschaffung NEU entspricht Kundenwünschen, sichert heimische Arbeitsplätze und belässt Steuergeld im Land

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Mit der Novellierung des Bundesbeschaffungsgesetzes im Nationalrat wurde im Vergaberecht das Prinzip "Best- statt Billigstbieter" verankert. Für die Lebensmittelbeschaffung in öffentlichen Einrichtungen müssen künftig bestimmte Qualitätskriterien wie etwa Regionalität, Frische und Nachhaltigkeit mit berücksichtigt werden. "Damit wird sichergestellt, dass über zwei Millionen Menschen, die täglich in öffentlichen und mit Steuergeld finanzierten Einrichtungen verköstigt werden, beste heimische Lebensmittelqualität auf den Teller bekommen", stellte der ÖVP-Abgeordnete Manfred Hofinger fest.

Immer strengere Tierschutz- und Produktionsstandards bestimmen die heimische Landwirtschaft. "Was hier die öffentliche Hand zu Recht einfordert, muss sie aber zumindest in ihrem eigenen Wirkungsbereich auch einlösen", sieht Hofinger im neuen Vergaberecht bei öffentlichen Beschaffungsvorgängen eine Win-Win-Situation auf mehreren Ebenen.

  • Für Gemeinschaftsverpflegung werden jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro ausgegeben. Das entspricht einem Drittel des gesamten Einkaufsvolumens der Gastronomie für Lebensmittel. Damit zählt die öffentliche Lebensmittelbeschaffung zu einem enormen Wirtschaftsfaktor, dessen Wertschöpfung im Land bleiben sollte.
  • Jeder sechste Arbeitsplatz in Oberösterreich ist im Lebensmittelbereich angesiedelt. Lebensmittel sind somit ein wichtiger Jobmotor.
  • Bis zu 2,5 Millionen Portionen Essen werden täglich in Kantinen wie etwa in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Schulen, Behörden oder Kasernen bzw. Werksküchen ausgegeben und verköstigt. Die Menschen verlangen nach bester heimischer Qualität, das zeigen auch alle Umfragen.
  • Wenn unsere bäuerlichen Betriebe nicht mehr kostendeckend produzieren können, werden Lebensmittel verstärkt importiert werden müssen. Damit importieren wir aber auch verstärkt Tierleid, Umweltverschmutzung und Gentechnik. Daher gilt es, die heimischen Betriebe abzusichern.

Öffentliche Verpflegungseinrichtungen, die zu einem Großteil aus Steuergeldern finanziert werden, sind künftig daher verpflichtet, bei der Beschaffung von Fleisch, Schlachtnebenerzeugnissen, Kuhmilch, Butter, Eier, Gemüse und Obst nicht mehr auf das billigste sondern auf das beste regionale Produkt zurückzugreifen. "Das bringt höchste Qualität auf den Teller und neuen Schwung in den heimischen Wirtschaftskreislauf", fordert Hofinger daher, auch eine Ausweitung auf weitere Lebensmittel wie etwa Getreide und Käse zu diskutieren. (Schluss)

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