Hohe Resonanz bei Ärztekammer-Umfrage zu Arbeitszeiten in Wiens Spitälern

Arbeitsbedingungen und -zufriedenheit stehen im Fokus - Mehr als 7000 Ärztinnen und Ärzte teilnahmeberechtigt

Wien (OTS) - Vor zwei Tagen startete die Wiener Ärztekammer eine umfassende Befragung aller Wiener Spitalsärzte in Bezug auf das seit dem Vorjahr geltende neue Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG). Das Interesse dafür ist hoch. „Wir stoßen bereits jetzt auf eine hohe Resonanz seitens der Wiener Ärzteschaft. Das bestärkt uns in der Annahme, dass wir mit dem Thema auf der richtigen Spur sind“, zeigt sich der Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner, erfreut. ****

Teilnahmeberechtigt an der bis 29. Jänner 2016 dauernden elektronischen, anonymen Umfrage sind alle Ärztinnen und Ärzte, die zum Stichtag 30. Dezember 2015 bei einem Träger in Wien (ausgenommen AUVA) beschäftigt waren – das sind mehr als 7000 Ärztinnen und Ärzte. Durchgeführt wird die Befragung von der unabhängigen Firma Brunswick GmbH. Die Ärztekammer erhält am Ende der Befragung aggregierte Ergebnisse, die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte Februar veröffentlicht.

Abgefragt wird unter anderem, inwieweit die KA-AZG-Änderung den Arbeitsaufwand sowie die Tagespräsenz der betroffenen Spitalsärzte verändert hat, ob sich die Wartezeiten für Operationstermine sowie auf Termine in den Ambulanzen geändert haben, inwieweit eine Änderung des administrativen Aufwands stattgefunden hat, ob unbezahlte Überstunden geleistet werden mussten, ob sich die Ausbildungssituation im Gesamten verändert und wie sich das Problem der Zwei-Klassen-Medizin für die Patienten entwickelt hat.

„Auf die Ergebnisse sind wir auch sehr gespannt. Aufgrund des zuletzt erfolgten Herunterfahrens von medizinischen Kapazitäten im Wiener Krankenanstaltenverbund erwarten wir kritische Rückmeldungen aus der Kollegenschaft“, betont Leitner, der sich in seiner Haltung kampfbetont gibt: „Auch 2016 werden wir sowohl für die berechtigten Anliegen der Kolleginnen und Kollegen als auch für jene der Patienten kämpfen.“ Die aktuelle Befragung wird dazu „den Auftakt für ein spannendes Jahr“ bieten. (ast)

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