„Eurovision Song Contest“: Neun Kandidaten für die österreichische Vorentscheidung stehen fest

Wildcard für den 10. Startplatz vergeben Facebook-User

Wien (OTS) - Wer fährt für Österreich zum 61. „Eurovision Song Contest“ nach Schweden? Diese Frage wird am Freitag, dem 12. Februar 2016, live um 20.15 Uhr in ORF eins im Rahmen der großen Hauptabendshow „Eurovision Song Contest – Wer singt für Österreich?“ vom TV-Publikum gemeinsam mit einer Fachjury beantwortet. Neun von zehn Kandidaten für den österreichischen Vorentscheid stehen auch bereits fest – wobei das Scoutingteam um Eberhard Forcher und Redaktionsleiter Stefan Zechner besonderes Augenmerk auf heimische Newcomer gelegt hat. Ins Rennen um das Ticket für Stockholm gehen:
Bella Wagner, Elly, Farina Miss – Céline Roscheck, Lia Weller, LiZZA, Orry Jackson, Sankil Jones, Vincent Bueno sowie ZOË. Moderiert wird die Show vom langjährigen ORF-ESC-Kommentator Andi Knoll und von Alice Tumler, die im Moderationsteam des ESC 2015 in Wien mit dabei war.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Die österreichische Musikszene hat in den letzten Jahren sehr an Attraktivität und Vielfalt gewonnen. Die 2015 begonnene intensive Zusammenarbeit um den ,Eurovision Song Contest‘ mit österreichischen Musikerinnen und Musikern führen wir 2016 erstmalig mit Eberhard Forcher und seinem Team weiter. Wir können so einerseits Künstlerinnen und Künstlern eine breite Öffentlichkeit bieten, andererseits eröffnen sich dem ORF Zugänge zu möglichen ESC-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern, die wir ohne diese Zusammenarbeit wohl nicht hätten. Schon wie letztes Jahr war und bin ich von dieser Zusammenarbeit und dem Output überzeugt und freue mich sehr, dass das neue Team spannende und ambitionierte Künstlerinnen und Künstler gefunden hat.“

Wer singt für Österreich beim ESC 2016? Facebook-User/innen vergeben Wildcard

Der zehnte Startplatz für „Eurovision Song Contest – Wer singt für Österreich?“ wird online ermittelt – und zwar mittels Uservoting auf der ORF-ESC-Facebookseite. Von November bis Dezember konnten heimische Musiktalente ihre Songs für die nationale Vorentscheidung einreichen – eine Auswahl davon wurde bereits auf
https://www.facebook.com/ESCOesterreich/ präsentiert. Aufgrund der
User-Response und nach redaktionellen Kriterien wurden Laura Kamhuber, Ola Egbowon, AzRaH, Sara Koell sowie David Siedl feat. Madelene & Mc Vio ausgewählt, sich am kommenden Donnerstag, dem 14. Jänner, dem Uservoting zu stellen. Jener Act mit den meisten Likes erhält die Wildcard und geht am 12. Februar ebenfalls bei der österreichischen Vorentscheidung an den Start.

ORF-ESC-Team und Eberhard Forcher scouteten für den Song Contest

Eberhard Forcher hat gemeinsam mit dem ORF-Song-Contest-Team die Acts für die österreichische Vorentscheidung zum ESC 2016 gescoutet. Forcher, der im Hitradio Ö3 die Sendungen „Solid Gold“ und „Forchers Friday Music Club“ moderiert, ist tief in der heimischen Musikszene verwurzelt und konnte in den 80er Jahren mit seiner Band Tom Pettings Herzattacken auch selbst Hits in den Charts platzieren. Kaum ein anderer kennt die rot-weiß-rote Musikszene so wie er – 2014 gründete Eberhard Forcher den YouTube-Channel AUSTROZONE, auf dem er wöchentlich österreichische Musiker und Bands vorstellt und für den er mit dem Amadeus Austrian Music Award ausgezeichnet wurde. Eberhard Forcher: „Prinzipiell sollte natürlich sowohl der Act als auch der Song selber dem Thema Song Contest gerecht werden. Ich habe deswegen zuerst einmal im klar definierten Pop-Segment mit der Suche begonnen und mich dann langsam durch die spannenden ,Randgebiete‘ gearbeitet.“

http://songcontest.ORF.at berichtet ab sofort täglich über die Vorbereitungen zu „Wer singt für Österreich?“: Interviews mit den Kandidaten, Berichte von Proben und Coachings und ein Blick auf ausgewählte Vorentscheide in anderen Ländern. Das Finale am 12. Februar wird wieder von umfassender multimedialer Live-Berichterstattung begleitet.

Ticketinfos für die Live-Show „Eurovision Song Contest – Wer singt für Österreich?“ am 12. Februar im ORF-Zentrum sind unter tickets.ORF.at abrufbar.

Die Acts der österreichischen Vorentscheidung (ohne Wildcard-Act)

Singer/Songwriterin Bella Wagner ist gebürtige Wienerin, spricht fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Slowakisch, Kroatisch, Ungarisch) und hat am Prayner Konservatorium in Wien studiert. Ihre facettenreiche und dennoch unverkennbar signifikante Stimme beeindruckt in vielen Musikgenres (Jazz bis Pop). Featuring-Produktionen mit diversen nationalen und internationalen Acts bestätigen die stimmliche Qualität und überzeugen Kritiker wie Musikliebhaber und Fans gleichermaßen. Bella Wagners Fokus liegt im Bereich Pop. Bella Wagner: „Ich spreche/singe stellvertretend für diejenigen, die sich gegen Krieg und für den Frieden einsetzen, auch für kommende Generationen.“

Elly ist 17 Jahre alt und lebt in Niederösterreich. Im Alter von acht Monaten kam sie mit ihrer Familie, die aus Armenien flüchtete, nach Österreich. Ihr großes Talent konnte sie unter anderem beim Nachwuchswettbewerb „Prima la musica“ unter Beweis stellen, bei dem sie im Vorjahr den ersten Platz belegte. Von einem Antritt beim Song Contest verspricht sich Elly: „Mit meinem Titel und der Performance mein Land würdig zu vertreten, die Herzen vieler Menschen zu berühren und sie zum Anrufen zu bewegen.“

Orry Jackson wurde 1989 in Bonn, wo er auch aufwuchs, geboren. Es waren die Musik-Welten aus internationalem Pop und der Deutschen Welle, die damals seine Kindheit prägten. Aus diesen Faktoren und einer unbändigen Leidenschaft hat Orry einen Stil kreiert, den man auch als German Soul bezeichnen kann. Durch zahlreiche Bühnenprojekte kann er auf einen großen Erfahrungsschatz zwischen DJ-Collaborations und Boygroups zurückgreifen. Doch während diese Projekte für Orry Jackson ein musikalischer Ausflug waren, soll sein erstes eigenes Projekt zu einem Heimspiel werden. Orry Jackson, der mittlerweile in Graz lebt: „Michael Jackson war mein erster und wohl größter musikalischer Einfluss. In meinem späteren Leben ist das, was geblieben ist, eine Leidenschaft für internationale Popmusik. Ich mag Künstler, die als Gesamtpaket überzeugen, im Sinne von: Stimme, Aussehen, Mode, Pop-Attitüde.“

Céline Roscheck und Farina Miss gehen gemeinsam an den Start. Céline Roschecks Musikrichtung reicht von Klassik bis Pop. Die Stargeigerin spielt sowohl auf der klassischen als auch auf der elektrischen Violine und ist unter anderem für ihre modernen Interpretationen klassischer Werke und Cross-over-Projekte bekannt. Celine Roscheck über den ESC: „Es ist die größte Musikveranstaltung in Europa. Sich dort präsentieren zu können ist eine große Chance für mich.“ Die ehemalige Jazz-Studentin Farina Miss lässt sich von Künstlern wie Erykah Badu, Jill Scott und D’Angelo inspirieren. Über eine Teilnahme am Song Contest: „Ich erhoffe mir eine riesige Musikparty mit Künstlern aus verschiedensten Ländern mit zahlreichen Einflüssen und diversen Sprachen – einfach einen bunten, inspirierenden Kulturclash.“

Lia Weller: Nach ihrem Jazzstudium am Konservatorium Wien und verschiedenen Musicalproduktionen wurde die in São Paulo geborene Sängerin durch ihre „Starmania“-Teilnahme 2008 in ganz Österreich bekannt. Es folgten Auftritte in ganz Europa und Touren durch die Clubszene auf Ibiza. Ihre Musik fand schließlich den Weg bis nach Brasilien, wo Lia in diversen Blockbustern und Soap Operas zu hören ist. In den vergangenen Jahren hat sich Lias ganz eigener Stil entwickelt, der sich als Kombination von Soul und Housemusic-Elementen in einer Popverpackung versteht. Lia über ihre persönliche Beziehung zum Song Contest: „Erinnerungen gibt es viele, aber die schönste war, als Conchita gewonnen hat.“

Vincent Bueno: Der 30-jährige Wiener mit philippinischen Wurzeln absolvierte die Privat Universität Konservatorium der Stadt Wien im Fach „Musikalisches Unterhaltungstheater – Musical“. 2008 gewann er den ORF-Event „Musical – Die Show“ und nahm im darauffolgenden Jahr an „Dancing Stars“ teil. Es folgten Projekte auf den Philippinen und in Österreich, wo er unter anderem in „Mamma Mia!“ zu sehen war und 2015 seine erste deutschsprachige Single „Geständnis“ veröffentlichte. Beim Song Contest möchte Vincent Bueno „nur mit einer Nachricht hinaus und die heißt: ‚All We Need Is That Love.‘ Ich bin einfach dankbar und gleichzeitig extrem aufgeregt.“

LiZZA – alias Lisa Klammer – stammt aus Kärnten und ist 19 Jahre alt. 2014 hat sie ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben und ihre erste Single „Every Minute of a Day“ veröffentlicht. Ihre musikalischen Vorbilder sind Adele, Ed Sheeran und Taylor Swift. LiZZA über ihren Antritt bei der Vorentscheidung: „In erster Linie:
Dabei sein ist alles! Das Größte wäre natürlich zu gewinnen.“ Und über ihre erste ESC-Erinnerung: „Spontan fällt mir dazu die Gruppe Lordi ein, die 2006 gewonnen hat.“

Zoë kam durch ihren Vater Christof Straub, Gitarrist von Papermoon, schon früh mit Gesang in Verbindung. Seit 2013 ist die heute 19-Jährige als Sängerin und Songwriterin unterwegs. Ihr großes Vorbild ist Edith Piaf. 2015 nahm sie bereits an der österreichischen Vorentscheidung zum ESC in Wien teil und erreichte das Finale. Außerdem veröffentlichte sie ihre Single „Mon coeur a trop aimé“ und ihr Album „Debut“ – mit beiden schaffte sie den Sprung in die „Austria Top 40 Charts“. Zoe: „Falls ich die Chance bekommen sollte, Österreich beim ESC zu vertreten, dann möchte ich natürlich alles geben. Vor allem verspreche ich mir momentan viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen von der Vorentscheidung.“

Sankil Jones wurde in Wien geboren und wuchs in Long Island/New York auf. Er studierte Violine, Gesang und Tanz an der Manhattan School of Music und am Konservatorium der Stadt Wien. Nach Jobs als Model, Choreograf und Tänzer erschien 2010 das Elektro-Pop/R&B-Album „Sankil Jones – Firestarter“. Nach einem weiteren YouTube-Video („Beautiful People“) und einigen ausgesuchten Auftritten begab sich der Sänger mit der markanten Soulstimme wieder ins Studio und feilte an neuen Songs – so auch für den österreichischen Vorentscheid. Für Sankil Jones ist der Song Contest „eine großartige Möglichkeit, den Grundstein für eine internationale Karriere zu legen und Österreich als Land mit großer musikalischer Vielfalt zu repräsentieren“.

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