SPÖ-Neujahrskonferenz (4) – Oberhauser: Brauchen Schulterschluss für die beste Gesundheitsversorgung für die PatientInnen

Gesundheitsministerin Oberhauser und SPÖ-Gesundheitssprecher Spindelberger: Neue Primärversorgung verbessert Erreichbarkeit für PatientInnen und attraktiviert Arztberuf

Wien (OTS/SK) - Beim Themenblock „Gesundheitsversorgung vor Ort – Interessen der PatientInnen im Mittelpunkt“ im Rahmen der Neujahrskonferenz des SPÖ-Parlamentsklubs im Wiener Museumsquartier betonten Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser und SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger die Vorteile einer neuen Primärversorgung, zu der derzeit ein Gesetzesentwurf erarbeitet wird. „Eine Primärversorgung der Zukunft muss in erster Linie für die Menschen gut sein und auch so attraktiv sein, dass ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen und Pflegepersonal Teil dieses Systems sein wollen“, sagte Oberhauser. „Wir brauchen dafür einen Schulterschluss von allen am Gesundheitswesen Beteiligten und müssen versuchen, einen gemeinsamen Weg zu gehen. Es braucht einen Mix an Maßnahmen, um unser Gesundheitssystem als eines der besten der Welt zu erhalten und auszubauen“, unterstrich die Ministerin. Spindelberger will die neuen Versorgungsstrukturen rund um die Patientin, den Patienten herum aufgebaut wissen. ****

Die Gesundheitsministerin betonte, dass sich ÄrztInnen in Zukunft im Rahmen der neuen Primärversorgung gerade im ländlichen Bereich in Sachen Öffnungszeiten oder auch Spezialisierungen besser koordinieren werden, sei es unter einem Dach oder mittels Vernetzung einzelner Ordinationen. „Das bringen wir zurzeit auf den Weg: Eine bessere Erreichbarkeit und Versorgungsqualität für die PatientInnen und gleichzeitig attraktive Arbeitsbedingungen und ein vernünftiges Honorierungssystem für ÄrztInnen, weg von der ‚Stricherlliste‘“, so Oberhauser. Es sei wichtig, den Arztberuf zu attraktivieren und Anreize für JungärztInnen zu schaffen, auch am Land zu arbeiten.

SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger begrüßt den Weg, auf dem man sich im Gesundheitsbereich befindet: Im Gesundheitswesen müsse ein Miteinander stattfinden, statt persönliche Interessen und das Absichern persönlicher Pfründe in den Vordergrund zu rücken. „Im Mittelpunkt darf nie das Eigeninteresse stehen, denn das können wir uns im Sinne des Wohls der PatientInnen nicht leisten. Hier sind alle gefordert, Gemeinden, Länder, Bund und Sozialversicherung, wenn wir das System im Sinne der PatientInnen verbessern wollen“, so Spindelberger. „Wenn jede und jeder in Österreich eine optimale medizinische und medikamentöse Versorgung bekommen soll, müssen wir die Ärmel aufkrempeln.“

In Mariazell beispielsweise sei ein Spital geschlossen worden, ohne davor andere Strukturen oder Netzwerke aufzubauen; der nächste Facharzt sei 60 km weit weg. Hier brauche man mehr Miteinander, betonte der Abgeordnete. In Richtung ÖVP sagte Spindelberger, dass die Gesundheitsreform nicht abgeschlossen sei, „sobald jeder Hausarzt eine Hausapotheke hat“. Das seien „Methoden der 1950er Jahre, nicht eine Gesundheitspolitik des 21. Jahrhunderts. Wir sind jetzt auf dem richtigen Weg, neue Strukturen aufzubauen, damit jede und jeder eine gute Versorgung bekommt“. Wichtig sei es attraktive, familienfreundliche Arbeitsbedingungen für ÄrztInnen zu schaffen und den administrativen Aufwand hintanzuhalten.

Die Elektronische Gesundheitsakte ELGA, die derzeit unter anderem in steirischen Spitälern im Probebetrieb läuft, sei ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsreform, betonte der SPÖ-Nationalratsabgeordnete.

An der Diskussionsrunde zum Thema Gesundheit nahmen auch der Generaldirektor des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger Josef Probst und der Haslacher (Oberösterreich) Bürgermeister Dominik Reisinger teil. Reisinger wolle eine „Topversorgung vor Ort“, daher gehe seine Gemeinde den neuen Weg der Gesundheitsversorgung mit. (Forts.) bj/ve

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