ÖGB-Anderl: Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgelds positiv

Arbeitsrechtlicher Rechtsanspruch auf Papa-Monat fehlt leider

Wien (OTS) - Bei den heute von Familienministerin Sophie Karmasin präsentierten Plänen zur Kindergeldreform begrüßen die ÖGB-Frauen prinzipiell die angekündigte Flexibilisierung, Stichwort "Kinderbetreuungsgeld-Konto". "Bedauerlich ist aber, dass die Sozialpartner nicht in die Erstellung des Gesetzesentwurfs eingebunden waren", sagt ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Renate Anderl in einer ersten Stellungnahme.++++

Positiv sieht sie den "Partnerschaftsbonus" und die "Familienzeit", die eine Annäherung an den vom ÖGB geforderten bezahlten Papa-Monat darstellt – allerdings nur mit Zustimmung des Arbeitgebers. Die ÖGB-Frauen fordern weiterhin einen Rechtsanspruch des Arbeitnehmers darauf. Anderl: "Wir werden den heute vorgestellten Gesetzesentwurf jedenfalls genau überprüfen und detailliert Stellung nehmen."

Anspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr

Die Kindergeld-Flexibilisierung kann und soll dazu führen, dass viele Mütter früher wieder in das Berufsleben einsteigen werden. "Damit das möglich ist, muss auf dem Gebiet der Kinderbetreuung noch einiges passieren", sagt Anderl: "Notwendig ist ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr, und die Kinderbildungseinrichtungen in ganz Österreich müssen Öffnungszeiten anbieten, die den Müttern und Vätern Vollzeit-Jobs ermöglichen."

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